Tourblog ITZEHOE 2012

Schon wieder ist ein Jahr um. Natürlich nicht das ganze Jahr – denn das endet bekanntlich erst am 21. Dezember. Doch ein Jahr ist es her, dass wir das letzte Mal in Itzehoe spielten. Da dies in einer beständigen Regelmäßigkeit auch weiter gehen soll, waren wir auch dieses Jahr wieder in der Hauptstadt des Kreises Steinburg zu gegen.

Die Lauschbar ist eine gute Adresse in Itzehoe. Vorausgesetzt man mag Livemusik, Getränke, gute Atmosphäre und freundliche Bedienung. Wenn man das nicht mag, gibt es Lokalitäten in Itzehoe in denen sich der Gast wohler fühlt.

Wir fühlen uns sehr wohl in der Lauschbar. Das liegt nicht nur an Steffen, der die Nachfolge von Andre als Wirt antrat, sondern auch an Andre selbst, der auch anwesend war. An dieser Stelle noch  ein herzlichen Dank an Andre. Nicht nur für die letzten beiden Male, sondern auch dafür, dass er uns auch dieses Mal einen Sound abgemischt hat, der seinesgleichen sucht. Der Soundcheck selbst hat etwas länger gedauert als die gewohnten 15 Minuten. Doch wenn man bedenkt, was in der letzten Zeit alles an akustischen Werkzeugen dazu kam (wie schon im letzten Tourblog Saalfeld berichtet), dann muss das auch so sein. Da wir wieder einmal sehr pünktlich waren, hatten wir aber auch die Zeit dazu.

Die Lauschbar war schnell gefüllt. Es waren auch hier wieder einige bekannte Gesichter zu sehen, aber auch viele Neue. Ein Zeichen dafür, dass wir einen guten Eindruck hinterließen und die Propagandamaschine läuft.

Kurz nach neun war der Startschuss für Vers-Torben, der das Publikum und den Laden einheizte. Anscheinend hat er es damit ein wenig übertrieben. Es kam uns allen schon komisch vor, dass ihm das erste Mal – wohl aufgrund seines Enthusiasmus – eine Saite auf der Bühne gerissen ist. Und es sollte an diesem Wochenende nicht das letzte Mal gewesen sein… doch jedem, der die Bühne danach betrat, wurde schnell klar, wie sehr er angeheizt hatte[1]: Es war warm! Nicht ganz so warm wie damals in Rostock, doch fühlte es sich an, als sei die Bühne der Lauschbar ein Speicher für die gesamte Wärme, die im Laufe des kommenden Sommers an Deutschland abgegeben werden wird – und wir mittendrin. Zum Glück herrschte vor der Bühne, also da, wo sich das Publikum in der Regel aufhält eine recht angenehme Temperatur. Und Rauchverbot.

Auf die Umstände „Hitze auf der Bühne“ und „Rauchverbot“ sahen wir uns gezwungen zu reagieren. Wir fanden fix eine geeignete Lösung für die Situation, verlängerten einfach unsere Sets und teilten sie dann in drei, statt üblicherweise zwei Teile. So konnten die Raucher zwischendurch rauchen gehen ohne etwas zu verpassen, und wir rauchen und auskühlen. Eine phänomenale Idee! Trotzdem kam irgendwann der Punkt, an dem es nicht mehr zu ertragen war.  Auch wenn wir von Steffen die Erlaubnis bekamen so lange zu spielen, wie wir wollten, verließen wir doch schon nach nur 4 ½ Stunden die Bühne. Und verschlissen noch eine Saite, die mitten in Felixxx „Vatertag“ es nicht mehr spannend genug fand.

App Vatertag: Es ist bald wieder soweit! Wer noch keine CD mit dem passenden Soundtrack hat, sollte sie sich schnell bei uns bestellen!

Man braucht schon ein wenig Einfühlungsvermögen um zu erkennen, dass ein verhaltener Applaus in Itzehoe genau so viel Wert ist wie 20.000 kreischende Groupies bei einem Justin Bieber Konzert, dass ein zuckender Mundwinkel im Gesicht eines Norddeutschen so viel wiegt wie die Stimmung des Kölner Karnevals (insgesamt über alle Tage) und ein heiseres Mitbrummeln eines Refrains an einem anderen Ort jede Karaokebar zum Beben brächte. Es war tatsächlich eine gute Stimmung im Raum – und mit Vers-Torben hatten wir einen echten, aufrechten Norddeutschen bei uns, der im Fall des Falles übersetzen konnte.

Die weiteren Erkenntnisse über „Den Norddeutschen“, die an diesem Abend gewonnen oder propagiert wurden, müssen noch einmal geprüft werden. HerrBinner plant schon eine Dissertation in Völkerkunde anzumelden…

Den Abend verbrachten wir in unserer Außenstelle in Itzehoe. Hier ist bekanntlich unser Versandlager, um das ein paar Schlafgelegenheiten gebaut wurden. Diese wurden auch recht zügig genutzt, denn wir mussten am nächsten Morgen früh raus. Die Richtung war klar:

STORKOW (MARK)

So früh wurde es dann leider doch nicht. Zwar hat alles ganz gut geklappt, doch wollten wir wie immer auf alles vorbereitet sein. Da uns Gerüchte über die Anlage, die uns am Abend zur Verfügung stehen sollte, keine ruhige Minute mehr ließen, entschieden wir uns für einen Abstecher in einen der beiden regionalen Musikläden. Zum Glück hat uns Christian macht Krach rechtzeitig informiert – und parallel alles vor Ort vorbereitet. Danke dafür!

Der folgende Abschnitt kommt in zwei Versionen, um dem gehetzten oder desinteressieren Leser Zeit zu ersparen:

Die Kurzfassung:

Wir waren schnell auf alles vorbereitet und konnten weiterfahren.

Die Langfassung:

Wir waren schnell auf alles vorbereitet. Dann merkten wir, dass wir uns in einem Musikladen befanden der über zwei Stockwerke alle erdenklichen Arten von Instrumenten, Effekten, musikalischen Spielzeugen, nützlichen Zubehörteilen und eigener PA-Abteilung hatte. Dazu durfte man alles ausprobieren, wenn man wollte.

Danach konnten wir irgendwann weiterfahren. Denn wir sind äußerst diszipliniert und lassen uns von so etwas nicht aus der Ruhe bringen.

Storkow erreichten wir zu spät. Natürlich waren wir rechtzeitig da, doch nicht mehr ganz in unserem eigenen Zeitplan. Da wir schnell, geübt und Hammer! sind stand alles rechtzeitig um 18:48 – gepegelt, gestimmt und fast brummfrei bereit. Da eine Saite beim Soundcheck riss – und es sollte nicht die letzte sein – entschloss sich Herr Binner „mal eben“ den kompletten Saitensatz zu wechseln. „Man weiß ja nie!“. Herr Binner ist der (wahrscheinlich) schnellste Saitenwechsler dieser Erde – und macht dabei auch noch qualitativ hochwertige Arbeit. Grobe 4 1/2 Minuten für einen ganzen Satz inkl. Abnehmen der alten Saiten, Entschlupfen, Stimmen… das kann nicht jeder.

19 Uhr sollten wir beginnen. Sollten… tatsächlich war der Zeitplan ein wenig anders – nur hat uns niemand etwas davon gesagt. Da wir die Einzigen waren, die nicht wussten, dass es später beginnen würde, musste auch niemand ungeduldig werden.

Storkow war ein Konzert, bei dem wir draußen spielten. Es brannte zwar ein Ofen, doch mit Blick auf das Thermometer war es das entgegengesetzte Extrem zum Kontert in Itzehoe. Kalt! Das war aber auch das einzige, dass es zu meckern gab – und da kann ja auch niemand was für. Außerdem gab es an diesem Abend auch wichtigeres als die Temperatur:

Bayern hat verloren!

Ein paar Stunden später, der BVB war wahrscheinlich schon wieder zu Hause,  war auch dieses Konzert vorbei. Standesgemäß wie es sich für die Billardstuben Storkow gehört endete unser Auftritt mit einem Solo auf dem Tisch und Kümmerling für die Männer. Diaz hat irgendetwas anderes getrunken und Vers-Torben hatte eh Alkoholverbot. Irgendwer musste ja wieder nach Berlin fahren!

Es war ein gelungenes Wochenende. Vielen Dank Storkow, vielen Dank Itzehoe! Es ist immer wieder eine Freude mit euch. Wir werden das im nächsten Jahr wiederholen!


[1]           Am Publikum selbst konnte man es nicht merken. Das ist nichts schlimmes, man muss es einfach nur wissen. An vielen Klischees ist etwas Wahres dran – auch wenn man es nicht verallgemeinern sollte. Viele junge Mädchen stehen auf Dinge, die glitzern, Männer mögen Autos und Fußball, ein Fan der Stones kann die unmöglich gleichzeitig die Beatles mögen. Und die Norddeutschen sind genauso wie ihr Klima: Relativ kühl, wortkarg und emotionslos.

Natürlich ist das nicht so. Die Norddeutschen haben genau so viele Emotionen und Worte wie z.B. Sachsen (egal ob Richtige, Niedere oder Anhaltende (Ausnahme Angelnde)). Doch der Norddeutsche an sich geht etwas anders damit um. Itzehoe könnte dafür ein Paradebeispiel sein. Sollte also Marketingstudien für Norddeutschland durchgeführt werden: Liebe Wirtschafts- und Kommunikationswissenschaftler: In diesem Fall ist Itzehoe euer Haßloch!

 

Tourblog Saalfeld

Es gibt Wege, die sind lang. Das gilt auch für Wege, die man bereits kennt. Es gibt Wege, die länger werden, wenn es sehr heiß ist, die Reisenden der sengenden Sonne fast schutzlos ausgeliefert sind und nicht zuletzt deswegen beginnen zu riechen, als würden sie schon seit einer Woche verwesen.

Es gibt Wege, die nicht kürzer werden, wenn man sie eine komplette Bühnenausstattung mitsamt Instrumenten, Verstärkern, Effektgeräten, Kabeln, Ständern, Merchandise und natürlich auch sich selbst in einen Ford Fiesta quetscht. Und diese Wege werden erst recht nicht angenehmer, wenn man daran denkt, dass der Vierte im Bunde im selben Moment sein vollklimatisiertes ICE-Abteil nutzt um auf seinem iPad sämtliche Highscores in irgendwelchen Spielen zu knacken – weil er sich entschloss einzeln anzureisen.

Solche Wege ziehen sich durch ganz Europa. Es betrifft sicher nicht jeden Weg.

Auf der E-70 zum Beispiel, möchte man von Carballo nach Bordeaux reisen und dabei die Autobahn an der Atlanikküste entlangfahren, das Meer genießen und sich davon überzeugen, dass die Franzosen einen nicht zu verachtenden Weißwein herstellen könnten, ist Kälte und Schnee das letzte, was man braucht. Die A9 hingegen führt weder am Atlantik vorbei, noch an sonst irgendwelchen Gewässern. Und wenn einem tatsächlich mal ein Gewässer über den Weg läuft, wird es schon so lange stehen, dass Menschen sich ihm nicht nähern können, ohne von Mücken so durchstochen zu werden, dass sie blutleer sind, wenn sie dort ankommen. Auch der Weißwein lässt zu wünschen übrig oder ist unverhältnismäßig teuer an all den freundlichen Tank-und-Shop-Stopps, die der Reisende auf dem Weg nutzen könnte.

Warum wir diese Strapazen trotzdem auf uns nehmen, hat mehrere Gründe.

  1. Weil wir es können!
  2. Weil es sonst niemand macht!
  3. Weil wir total Hammer sind!
  4. Weil wir damit prahlen wollen!
  5. Weil es sonst kein Abenteuer mehr gibt!
  6. Weil es sich lohnt!
  7. und natürlich auch für euch!

Sieben Gründe – und uns würden noch mehr einfallen – sollten ausreichend sein.

Wir waren also wieder auf dem Weg nach Saalfeld. Das Saalfeld in Thüringen. Unser Ziel war wieder der Pub41. Nicht nur, weil Ata einer der besten Gastgeber und Wirte dieser Welt ist und obendrein auch noch ein sehr sympathischer Zeitgenosse, sondern auch weil die Menschen in Saalfeld verstehen wie man feiert. Und weil Ata uns regelmäßig bucht.

Diese Option steht übrigens jeder Lokalität offen. Also Kneipen, Hallen, Festivals, Diskotheken und auch privaten Partykellern. Wir freuen uns über jede Anfrageman muss da nichts Besonderes für können. Nur wegen der AussageKommt doch mal nach XXYZ!fahren wir nicht nach XXYZ. Man muss uns buchen! Das ist aber oft schon mit einem einzigen Anruf oder zwei bis drei E-Mails getan. Ist ganz leicht unter BOOKING.

Wir waren überpünktlich und kamen eine halbe Stunde vor dem vereinbarten Termin an. Dies ist, das müssen wir zu unserer Schande gestehen, leider nicht immer so. Oft sind wir auch nur pünktlich. Die Gründe dafür vielfältig, und an dieser Stelle wollen wir auch nicht weiter darauf eingehen.

Wir versuchen aber stets unser bestes, und an diesem Tag hatte die Verkehrslage unsere Erwartungen übertroffen. Positiv. Wohl, weil die meisten Autofahrer wissen, dass die A9 in Deutschland nicht mit der E70 an der französischen Atlantikküste zu verwechseln ist und deswegen zu Hause bleiben. Es könnte auch einfach nur an den inflationären Verhältnissen an den Zapfsäulen liegen. Wir werden es nie erfahren, doch haben wir die überschüssige Zeit zu nutzen gewusst, um etwas Besonderes vorzubereiten.

Neben den Gitarren in der Akustik-Ausführung haben wir ja eh schon längere Zeit eine ziemlich besondere E-Gitarre dabei, der magische Eigenschaften zugeschrieben werden. Was neu ist, ist ein dazu passender Verstärker, der recht gut abgehangen ist. Eine Besonderheit, denn schon jetzt können wir sagen, dass dieser aus logistischen Gründen nicht immer mit dabei sein kann.

Doch damit nicht genug. Eine Lapsteel sollte bei keiner Show mehr fehlen und auch ein Cajon ist ein echter Mehrwert, der unsere lebende Beatbox Diaz kraftvoll zu unterstützen weiß.

Ein musikalisches Feuerwerk ist keine Untertreibung. Eine so geniale Kombination aus Einfachheit und Effektivität, dass wir unser gesamtes Konzept überdenken und in Zukunft vielleicht etwas ganz Anderes machen.

Das Konzert war gelungen. Uns hat besonders gefreut, dass neben all den üblichen Verdächtigen, die in Saalfeld jedes Mal dabei sind und das 41 in einen Hexenkessel verwandeln auch jede Menge neues Gesichter daran teilhaben durften. Das Konzert war laut, lang und es gab so viel gute Laune und Textsicherheit im Publikum, das unsere Texte und Refrains noch über Minuten nach Ende des Liedes grölten und damit für eine wohlige Gänsehaut auf unseren Armen sorgte. Wir können leider nicht behaupten, dass unsere Erwartungen übertroffen wurden. Doch das musste auch nicht sein, denn wir haben erwartet, dass es phänomenal, galaktisch, einmalig und insgesamt super wird. Und genau so wurde es auch!

Zum Ende hin wurden wir leider ein wenig gebremst. Wir hätten gern auf ewig weitergespielt, doch irgendwann mitten in der Nacht sind auch wir an gesetzliche Vorschriften bezüglich des Lärmpegels gebunden und fügten uns dem Willen des Gesetzes. Doch Übergangslos gab es eine weitere Premiere:

Wie ihr wisst, kann man in unserem Shop  CDs, Shirts, Buttons, Aufkleber und Poster von uns bestellen.

In Saalfeld konnte man diese auch gewinnen – und das war gar nicht schwer. Eigentlich wollten wir dafür einen Vers-Torben-Look-A-like-Contest starten. Da wir nicht genug riesige Pappnasen dabei hatten kamen wir hier auf das Minimalprinzip zurück und boten an die Minimalfrisur von Vers-Torben unter die Leute zu bringen. Im Klartext hieß das: Wer sich auf der Bühne sein Haupthaar entfernen ließ, bekam eine CD gratis! Da Vers-Torben bekanntlich die bestaussehendste Vorgruppe der Welt ist und seine Frisur modisch, pflegeleicht und zeitlos ist, war der Andrang so groß, dass wir die Anzahl auf 3 Personen beschränken mussten. Zum Glück hat man als Musiker den Vorteil, dass man weder für seine Getränke bezahlen muss, noch den Dreck, den man hinterlässt, selbst wegräumen muss!

Danke Saalfeld! Bis zum nächsten Jahr. Wir kommen wieder!

 

Tourblog LOHRO Club Nacht Rostock

Rostock ist einen Besuch wert. Und der Bunker in Rostock ist eine der besten Adressen der Stadt, wenn man einen schönen Abend verbringen will. Nicht zuletzt deswegen sind wir so gern dort.

Wenn dann auch noch die LOHRO-Clubnacht in Rostock stattfindet, und der Bunker ein Teil davon sein soll, ist es ein Grund mehr dort hinzureisen.

Wie in letzter Zeit so oft reisten wir aus verschiedenen Teilen Deutschlands an. HerrBinner und Diaz reisten aus ökologischen Gründen mit der Bahn aus Berlin direkt an, Felix und Vers-Torben trafen sich in Hamburg am Hauptbahnhof.

Letzterer hatte mal wieder Verspätung, weil er während der Fahrt mal wieder einen Marderschaden reparieren musste. Darin ist er inzwischen geübt und relativ schnell. Eine weitere Verspätung trat dann direkt in Hamburg ein, als Felix MitdreiX noch nicht am vereinbarten Treffpunkt war. Naja… Felix MitdreiX dachte, er wäre dort. Vers-Torben auch.

An dieser Stelle ein Tipp für alle, die sich auch ab und an mal in Hamburg verabreden: „Hamburg Hauptbahnhof, am Ausgang mit der Rolltreppe – bei dem Werbeaufsteller“ kann man nur deswegen nicht verfehlen, weil diese Beschreibung auf mindestens fünf Orte zutrifft.

Wir hätten auch gleich sagen können „Paris, da wo man den Eiffelturm sehen kann!“ Für die Zukunft geben wir nur noch GPS-Koordinaten an. Sicher ist sicher!

Mit einer knappen Stunde Verzug setzten sich die Beiden also in Gang. Arbeitstier Felix Mitdreix baute sein Büro im Tourauto auf und arbeiteite noch ein wenig an irgendwelchen neuartigen pädagogischen Konzepten, die er gerade entwickelt, während Vers-Torben sich auf die Straße konzentrierte und nicht(!) mit Felix diversen(!) Computern spielen durfte.

Das nächste Ziel war der Hauptbahnhof Rostock. „Am Hauptbahnhof in Rostock“ ist übrigens eine wesentlich präzisere Ortsbeschreibung als „Hamburg Hauptbahnhof, am Ausgang mit der Rolltreppe – bei dem Werbeaufsteller, mit Blick auf „Saturn“ (diesem riesigen Elektronikhandel) in der nähe der Taxi-Parkplätze“.

Da eine Fügung des Schicksals dafür sorgte, dass – wer hätte es gedacht – die Bahn eine Stunde Verspätung hatte, waren Felix Mitdreix und Vers-Torben sogar noch vor Diaz und HerrBinner am vereinbarten Treffpunkt. Torben freute das insgeheim, da er einen Beweis darin sah, dass Pünktlichkeit keine absolute Größe und die Definition von „rechtzeitig“ sehr flexibel ist –seine Überarbeitung der Relativitätstheorie war anscheinend doch nicht ganz umsonst.

Nach einer kurzen Betrachtung der Rostocker Skyline, einer Nase voll Seeluft und jeder Menge Spielfreude kamen wir im Bunker an, wo Ingo uns freudig in Empfang nahm und mit mehr Kaffee versorgte, als wir je hätten trinken können. Außerdem gab es auch noch liebevoll zubereitete Brötchen. Nachdem wir in aller Ruhe aufbauten und den Soundcheck durchführten, machten wir uns daran, die Setlist zu erarbeiten.

Eine Setlist zu schreiben ist eine Sache für sich. Normalerweise nimmt man eine Hand voll Lieder und baut diese so zusammen, dass sowohl die Dramaturgie stimmt, ein inhaltlicher Fluss zwischen den Liedern besteht und auch die Dynamik der einzelnen Melodien und Geschwindigkeiten stimmig ist. Aber neben dem Laut und Leisen, dem Schnell und Langsam, dem Lustig und dem Böse, dem Ernsthaft und dem Heiter sollte auch die Mischung aus dem Neu und dem Bekannt stimmen. Und dazwischen gibt es auch noch die „Kracher“, also die, bei denen von Anfang an klar ist, dass sie gut ankommen, weil das Publikum genau das hören will. Ein AC/DC Konzert ohne „Highway to Hell“ oder Motörhead ohne „Ace of Spades“ wäre, als würde etwas fehlen.

So saßen wir im Bunker und überlegten, wie genau wir diese Reihenfolge aufbauen. Es war von Anfang an klar, dass der Abend recht lang werden wird. Spielzeit von 22 Uhr bis um 3 Uhr morgens. Fünf Stunden wollen erst mal gefüllt sein. Es war schnell klar, dass die Zeit das geringere Problem sein wird, denn Material gibt es genug.

Stellt eine Gruppe von Musikern allerdings fest, dass sie eigentlich nur „Knaller“ hat, entstehen ungeahnte Herausforderungen… zumal der Abend zwar so angelegt war, dass man ein ständig wechselndes Publikum hat, welches von einem Künstler zum nächsten wandern (so ist es ja bei Club- und Kulturnächten immer).

Wir haben uns recht schnell dafür entschieden, nicht zu wiederholen, weil man eh davon ausgehen kann, dass die meisten Leute – entgegen des Plans der Veranstalter – bleiben, wenn sie erst mal da sind. Im Nachhinein eine gute Entscheidung – denn genau so war es auch.

Für uns hatte das den Vorteil, dass das lästige Auswählen und Abwägen keine große Rolle spielte. Knappe 15 Minuten später war dann auch der Din-A-4 Zettel vollgeschrieben und wir kamen auf beachtliche 55 Lieder, die wir im Bunker zum Besten geben wollten.

Der Rest des Abends war… Bombe! Der Laden war schon gut gefüllt, als wir anfingen. Nach jeder der kurzen Raucherpausen, die wir stündlich einlegen sollten/wollten/mussten waren ein paar Menschen mehr als vorher da. Großartig!

Der Sound war gut, die E-Gitarre kam gut zur Geltung. Wir waren gut angeheitert, aber nicht betrunken, es war nicht zu laut, doch auch bei weitem nicht zu leise.

Manchmal ist der goldene Mittelweg das Optimum, uns so war es an dem Abend. Unsere Texte wurden mitgegrölt, und das Publikum hatte sichtlich seinen Spaß. Genau so soll es sein!

(Gegrölt wurde auch „Haaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaansa Rostock!“. Solange es allen anwesenden Spaß macht, ist es schön. Wir selbst waren aber ausschließlich wegen der Musik dort – und unser Interesse für Curling ist gering.)

Nach einigen Stunden, so gegen 3 Uhr morgens, kam dann irgendwann Lied 59. Felix wiederholte doch – entgegen des Plans, aber auf Publikumswunsch – noch einmal Waldorfschüler. Mit Lied 61 war dann endgültig Schluss. Hinter der Bühne standen zum Glück schon die Sanitäter mit Pflastern für unsere Geschundenen Finger bereit.

Bis zum nächsten Mal sind die aber geheilt. Wir freuen uns drauf.

Danke Rostock, danke Ingo, danke Bunker, danke LHRO-Clubnacht!

Prost!

Tourblog Rock da Weihnachtsgans

Das war´s. Das letzte Konzert der Biertenöre im Jahr 2011. Nach vielen, vielen Konzerten, einer erfolgreichen Festival-Saison und tausenden Kilometern Autobahn haben wir das Jahr geschafft und können nun erhobenen Hauptes sagen: „Verpiss Dich 2011! Wir haben Dich überlebt!“ und „Willkommen 2012! Mögest Du ein schönes Jahr werden, und möge die Macht mit uns sein!“

Wir glauben fest daran, dass sie es ist.

Doch wollten wir euch von dem letzten Konzert erzählen. Ein Erlebnis, dass wir nicht nur vielen von euch teilen durften, sondern auch mit den grandiosen Kollegen von „Nullbock“ bzw. „Muschikoffer ohne Totte“.

Aber beginnen wir, wo es begann: Am Anfang! Am 23. Dezember taten wir etwas, das sonst unüblich ist: Wir reisten getrennt an, mit einer ganzen Kolonne an Verkehrsmitteln. Wir benutzen mehrere PKW, Züge und U- und S-Bahnen. Natürlich nicht gleichzeitig. Doch dieser logistischen Meisterleistung ist es zu Verdanken, dass wir bereits 2 Stunden vor dem verabredeten Termin vor Ort am Forellenhof in Salzgitter waren. Nur Vers-Torben hat es geschafft, das unvereinbare zusammenzuführen. Er war zu spät! Ziemlich genau 2 Stunden – und dies hatte zur Folge, dass er doch noch irgendwie pünktlich zum verabredeten Zeitpunkt vor Ort war. Änderte natürlich nichts daran, dass wir trotzdem warten mussten und ihm erneut mit Kastration drohten, wenn das so weiter geht.

Da sich der Soundcheck etwas schwieriger gestaltete als angenommen, und darum auch länger dauerte, verschob sich die Auftritt der Vor-Vor-Vorband „Cryptex“ um fast eine Stunde. Dadurch natürlich auch der Auftritt von uns, also der Vor-Vorband „Vers-Torben“ und der Headliner-Vorband „Die Biertenöre“.  So mussten wir noch ein wenig länger warten. Das machte aber gar nichts, denn im Backstage gab es literweise Bier, Cola, und sogar Jägermeister. Irgendwer wollte auch noch eine Flasche Whisky auftreiben. Könnte auch Whiskey gewesen sein. Oder Bourbon. Wir wissen es nicht, da diese besagte Flasche nie bei uns ankam – was aber auch eine untergeordnete Rolle spielte, da irgendwann eh der Zeitpunkt zum „auf-die-Bühne-gehen“ kam.

Noch ein kurzer Soundcheck inkl. heftigem Feedback-Pfeifen (für den wir uns ein paar Minuten mehr Zeit hätten nehmen sollen – also für den Check, nicht für das Feedback), und dann ging es auch schon los.

Ein traumhaftes Konzert war es gewesen. Die Halle war voll und die Stimmung kochte, die Scheinwerfer brannten so sehr, dass uns der Schweiß direkt aus der Stirn heraus verdampfte… und am Ende wurde sogar noch aggressiver Pogo zu unserer Musik getanzt (Was vielleicht daran lag, dass Binner zum ersten Mal mit der E-Gitarre bewaffnet einige Stücke untermalte). Groß! Danke Salzgitter. Aufgrund unserer beschränkten Spielzeit von nur einer Stunde (wir hatten den Abend ja nicht für uns allein), war es dann auch fast so schnell vorbei, wie es schön war.

Dem begeisterten Publikum aber wurde nun das Finale präsentiert, denn die Jungs von „Nullbock“ haben sich hinter der Bühne schon vorbereitet und warmgespielt, so dass sie fast übergangslos mit Ihrem Programm beginnen konnten.

Wir verschwanden wieder hinter die Bühne mussten wir feststellen, dass das Bier leer war. Vielleicht haben wir mehr gezecht, als wir dachten. Wahrscheinlicher ist, dass sich „Nullbock“ ein Beispiel an uns nahmen und, von unserer Musik angefeuert, einen ziemlich großen Durst entwickelten.

Bevor wir den Notstand ausrufen wollten, schauten wir natürlich erst mal bei der Bar vorbei. Die mittlere Katastrophe: Es gab tatsächlich kein Bier mehr. Eine mittlere, keine schwere Katastrophe, da schon einiges an Personal auf dem Weg war Nachschub zu holen.

Der Andrang an dem Abend wurde wohl von den Veranstaltern unterschätzt. Es war reichlich da an allem. Es war aber auch reichlich schnell wieder weg und musste neu beschafft werden. Da es dieses Fest einmal im Jahr gibt, und es dieses Mal alle Erwartungen übertroffen hat, liegt der logische nahe, dass wir der Grund für den massiven Andrang der Leute waren – immerhin kamen so viele Leute genau dann, als wir angekündigt waren. Eine Vermutung, die wir sicher irgendwann einmal bestätigen werden. Aber erst im nächsten Jahr. Wir hoffen auf eure tatkräftige Unterstützung bei der Beweisfindung bzw. Beweiserbringung.

Das war es soweit von uns. Wir wünschen allen einen guten Rutsch und ein frohes Neues Jahr. Den perfekten Soundtrack zum Start 2012 habt ihr ja bereits. Und wenn nicht, dann kann er hier bestellt werden!

PROST!

Tourblog Nikolauskonzert

Bevor die Welt im Dezember nächstes Jahr untergehen wird, wird es noch maximal ein Erlebnis geben, dass vergleichbar ist. Und dann wird die Stimmung wahrscheinlich etwas gedrückt sein, denn wenn man dem Maya-Kalender glauben schenkt, wird die Apokalypse dem Weihnachtsfest zuvorkommen und für einen entsprechenden Ausfall der Bescherung sorgen.

Der Einzelhandel macht sich da weniger sorgen, denn ein Großteil des Weihnachtskonsums ist ja bereits vor Weihnachten gelaufen und spült das Geld noch so rechtzeitig in die leeren Kassen derer, die Spekulatius, Schokolade und Spielzeuge verkaufen, dass sich die findigen Geschäftsmänner doch noch ein Ticket für den Platz im Atombunker oder dieser intergalaktischen Arche sichern können.

Schmuck wird es nicht mehr geben, da die Inflation bis dahin so weit vorangeschritten ist, dass nur noch mit Mehl, Zucker oder Waffeleisen gezahlt werden wird und jeder, der auch nur einen kleinen Bestand an Edelmetallen hat, diese unter allen Umständen behalten will. Die Goldschmiede haben zu diesem Zeitpunkt eh schon einen Platz in der Arche, so dass die bereits alle ab dem 1. Advent geschlossen haben.

Sei´s drum, wir sind vorbereitet, und wollen auch keine Panik schüren. Wir empfehlen aber Allen, sich rechtzeitig mit genügend CDs und modischer Kleidung für die folgenden 200 Jahre im Bunker einzudecken, denn ohne Musik könnte es langweilig werden, und ganz nackt ist auf Dauer auch blöd. Eine persönliche Empfehlung an exklusiver Kleidung, modischen Accessoires, und aller Musik die man braucht findet man hier

Doch kommen wir zurück zu dem eben erwähnten Erlebnis, welches in ähnlicher Form auch wieder stattfinden wird, da es VOR dem Weltuntergang stattfindet – anders als z.B. der Jahrestag des ersten Beatles-Auftritt (Hehe!).

Wir sprechen natürlich von der jährlich wiederkehrenden Nikolauskonzert in der Spielunke, dass dieses Jahr wieder einmal alle Rekorde gebrochen hat. Toll war es schon immer. So toll wie dieses Jahr… es lässt sich schwer vergleichen, denn jedes Fest bei Claudi und ihrem Mann Kalle ist so einzigartig wie eine Schneeflocke:

Die Rahmenbedingungen sind die gleichen, aber es ist jedes Mal ein bißchen anders. Bei einer Schneeflocke sind die Rahmenbedingungen: „kalt, weiß, besteht aus kristallisiertem Wasser, fällt nach unten“. Bei Veranstaltungen der Spielunke entsprechend: „Grandioses Line-Up, sehr viel Alkohol, viele tolle Menschen und die wahrscheinlich besten Gastgeber der Welt“. Damit kann man rechnen, und es war auch in diesem Jahr so. Außerdem, und dies ist unserer Meinung nach besonders erwähnenswert, haben sich die Biertenöre vor 3 Jahren gegründet. An genau diesem Ort, zum gleichen Anlass. Für uns war es also ein doppelter Grund wieder in dieses beschauliche Städtchen südlich der Elbe zu pilgern.

Was sollen wir sagen: Es hat sich wieder einmal gelohnt. Das Line-Up in diesem Jahr bestand aus POZ, (dem Duo, dass bei Kalle und Claudi im Keller wohnt), dem großartigen Martin Goldenbaum und HerrBinner, der zur Feier des Tages ein komplettes Soloprogramm zum besten gab und neben neuen Stücken auch jene nicht zu kurz kommen lies, die man schon eine lange Zeit nicht mehr hörte. Ihr kennt die Soloalben sicher schon auswendig – aber für die, die es verpasst haben, gibt es hier noch jede Menge Material zum Gratisdownload.

Schön war´s! Sowohl Martin als auch HerrBinner spielten sich die Finger wund und die Kehlen heiser. Die beiden waren schwerer zu bändigen als weiße Tiger in Las Vegas – hatten aber einen wesentlich höheren Unterhaltungswert. Alles in allem ein phänomenales Programm!

Doch damit nicht genug, denn auch Felix Mitdreix und Vers-Torben gaben noch das ein oder andere Lied zum besten, welches mehr als eine, sondern gleich 4 absolute Weltpremiere an neuen – oder noch nie Live gespielten Werken bot. Auch bei der folgenden offenen Bühne war noch so viel Andrang, dass es eine sehr lange Nacht wurde.

Es gibt Zeiten, da ist man froh Winter zu haben, weil einen die Sonne dann nicht ganz so früh morgens beim feiern stört. Doch auch diese Tage gehen zu ende, und die Nächte erst recht.

Danke Spielunke und allen, die ihre Zeit und Arbeit opfern, um dies überhaupt möglich zu machen. Danke Martin Goldenbaum und POZ und allen, die da waren.

Bis zum nächsten Jahr, welches hoffentlich nicht das letzte ist!

Tourblog zweite Hälfte 2011

Viel zu lange haben wir nichts mehr von uns lesen lassen. Man konnte viel sehen, und noch mehr hören. Lesen jedoch konnte man recht lange schon nichts mehr. Das soll sich jetzt ändern. Nehmt euch ein wenig Zeit – denn es ist viel passiert in den letzten Wochen…

Unsere Reise durch die Republik beginnt im Süden. Weit im Süden. Wir waren so weit südlich, wie noch kein Biertenor im Rahmen seiner Pflichtausübung gereist war. Wir waren in Auerbach.  Nein, nicht das Auerbach im Vogtland. Auch nicht das im Erzgebirge, oder gar das bei Bensheim – wir waren natürlich in DEM Auerbach, also in der Oberpfalz. Und damit waren wir auch in Bayern, und haben ein weiteres Bundesland auf unserer Liste abhaken können, denn unsere Deutschland-Tour ist leider noch nicht ganz komplett. Aber es kommt ja auch noch einiges…

Das Bistro Latino klingt zwar wie der nette Pastalieferant nebenan. Was sich jedoch wirklich dahinter verbirgt, ist eine Mischung aus Kneipe, Cocktailbar und Restaurant, in welchem auch sehr gut gefeiert werden kann. Wir haben es uns natürlich nicht nehmen lassen, das örtliche Bier in erheblichen Mengen zu probieren, und wurden sowohl in Geographie als auch in Linguistik von den freundlichen Bewohnern des Ortes weitergebildet. Nun wissen wir, dass die Oberpfalz nur politisch zu Bayern gehört, aber eigentlich nichts damit zu tun hat. Außerdem wissen wir jetzt auch, dass die Oberpfalz genau so wenig zu Franken gehört, wie Franken zu Bayern. Und dass das alles nichts mit Frankreich zu tun hat, wussten wir bereits.

Aber dass es eine eigene Sprache gibt, und besondere Rituale beim Bestellen eines Bieres gibt, wussten wir nicht – doch wir haben sie gelernt, und konnten uns noch die[1] eine oder andere Maß erfolgreich einverleiben.

Der Abend war wie gewohnt feuchtfröhlich. Vielleicht auch ein wenig fröhlicher als sonst, was dann wohl am Bourbon lag, der uns bereits weit vor Konzertbeginn auf einen Pegel brachte, mit dem wir es normalerweise beenden. Trotz Pegel und Konkurrenzveranstaltung im Ort war es ein wirklich erfrischender Abend. Das Publikum hat gefeiert, und wir erst recht. Ein Set jagte das nächste, bis es irgendwann schon wieder viel zu spät in der Nacht war.

Die Familie Bellmer hat uns dann irgendwann zu sich nach Hause gebracht, wo wir an dem Abend, Morgen oder keine-Ahnung-wann-genau unser Domizil aufschlagen durften. Vielen Dank dafür. Und vielen Dank Auerbach!

PS.: Wir leben in einem Land, in dem es anscheinend auch innerhalb der gezeichneten oder gedachten Grenzen noch immer Vorurteile gibt. So sind die Bayern keine Franken, obwohl es das gleiche Bundesland ist, die Steinburger sind keine Dithmarscher, obwohl es nebeneinander liegt, und das Vogtland ist genau so wenig Sachsen wie die Baden zu den Schwaben gehören. Letztere leben eh bevorzugt in Berlin, wo sie aber nur Zugereiste sind, und damit natürlich etwas ganz anderes als Berliner Eingeborene (von denen es sowohl Ostler als auch Westberliner gibt und die letztlich von den Schlesiern und Hugenotten abstammen)..

Doch wir haben noch mehr gelernt: Marder sind immer und überall gleich.

Diaz hat eine Formel entwickelt, um die Wahrscheinlichkeit eines Schadens durch frei umherlaufendes Getier zu ermitteln. Die Grundannahme ist folgende: Die Wahrscheinlichkeit eines Marderschadens ist proportional zu Entfernung, die man noch fahren möchte, und umgekehrt proportional zur Möglichkeit schnell ein Ersatzteil zu bekommen. Alter des Autos, ADAC-Mitgliedschaft und Termindruck sind dabei als Variable einzubeziehen.

Einfacher ausgedrückt:  (d³-x²-v)/(m*12/365) + h[2g-i(x²-v)] = Maderbiss!

 

Wie jeder Laie erkennen kann, beruht diese Formel natürlich auf der Relativitätstheorie, und ist aufgrund der Erkenntnis, dass sich Neutrinos anscheinend schneller als das Licht bewegen können entsprechend unscharf. Dank Diaz Forschungen im Bereich der freien Energie auf Tachyonenbasis gehen wir aber davon aus, dass er in naher Zukunft eine entsprechende Korrektur des Terms vornehmen kann. Wir sind gespannt.

Und noch eine letzte Anmerkung am Rande: Wenn wir Dich kriegen, du Scheiß-Vieh, dann kannst Du Dich gern auf Deinen Naturschutz oder so berufen… aber es wird Dir nichts mehr nützen! (Aber uns wird es nutzen, denn wir werden unsere Garderobe durch Fellkragen ergänzen – nur HerrBinner trägt natürlich als Vegetarier stilecht Tofu).

Doch auch diese Probleme konnten durch eine schnelle Improvisation mit Klebeband (und den Freund von Chrissey) gelöst werden, und wir konnten unseren Weg fortsetzen. Quer durch das Land ging es auf die andere Seite des Landes: Auf nach Lingen (nahe der niederländischen Grenze)

Lingen war… groß! Nicht nur gefühlt, auch das Festival selbst hat in diesem Jahr seine eigenen Rekorde gebrochen. 18.000 begeisterte Besucher wurden gezählt, und es war ein Erlebnis sondergleichen. Das Catering war massig, und vorzüglich. Das Line-Up war grandios. Und unsere Vorgruppe musste aus privaten Gründen später kommen, und konnte erst am zweiten Auftritt am Samstag spielen. Ihr habt euch nicht verlesen. Die Biertenöre haben es wieder einmal geschafft!

Bei einem grandiosen Lineup, unter anderem auch Kraftclub, K.I.Z. und Casper, durften die Biertenöre an beiden Tagen spielen. Doch nicht nur das. Am Samstag hatten wir tatkräftige Unterstützung von den Kollegen Fred Timm und Pensen, die sich mit uns die Frühshoppen-Bühne geteilt haben. Wer nicht dabei war, wird es spätestens jetzt bereuen. Wir wissen gar nicht, was wir dazu alles schreiben sollen, außer: Gigantisch!

Das Wetter spielte mit, die Acts machten allesamt eine große Show. Und den ganzen Spaß gab es auch noch gratis – aber alles andere als umsonst.

Einziges Manko: Am Freitagabend war irgendwann das Bier im Backstage leer. Anscheinend hat niemand damit gerechnet, dass Die Biertenöre ernst machen. Aber es gab ganz zum Glück noch ausreichend Vodka und Whisky. Zusammenfassend kann man sagen: Guter Kontakt, gerne wieder!

Guter Kontakt, gerne wieder… dies ist auch eine ausgezeichnete Überleitung zu unserem nächsten Checkpoint auf unserer Liedermachersuperstars-Tour 2011.

Auch dieses Jahr waren wir wieder auf dem Südwinsen-Festival vertreten. Dieses Festival wächst mit jedem Jahr, und aufgrund unserer Aktion im letzten Jahr haben sich die Veranstalter in diesem Jahr dazu entschlossen, eine zweite Bühne aufzustellen. Hier spielten dann vorwiegend Liedermacher und ähnliches. Diese Bühne wurde von niemandem anders Moderiert als: Felix MitdreiX!

Allein dies wäre schon Grund genug gewesen sich ein Zelt zu schnappen und ein Wochenende im Herzen Niedersachsens zu verbringen. Und auch für den Rest der Biertenöre stellte sich dies als hervorragend aus, denn zum ersten Mal in der Geschichte wurde es sehr, sehr knapp. Durch den Umbau der Autobahnen, den Feierabendverkehr, den Elbtunnel und vielem Anderen, was die Reise mit einem PKW verzögern kann, schafften wir es nur knapp zu unserem Auftritt. 8 Minuten vor unserem ersten Slot kamen wir auf dem Gelände an. Nach der anfänglichen Hektik lief aber glücklicherweise danach alles rund.

Außerdem haben wir ja nochmal gespielt auf dem Festival. Und dann noch mal. Dies war bisher das längste Konzert von uns, mit einer gefühlten Spielzeit von insgesamt mindestens elfundzwanzig Stunden.

Hat es sich gelohnt: Definitiv Ja!

Für uns, für die Veranstalter, und last but not least auch für das Publikum. Denn trotz der langen Spielzeit haben wir darauf verzichtet, Lieder zu wiederholen. Warum auch, Material ist ja reichlich vorhanden. Denn neben den beiden Alben der Biertenöre, die man sich unter shop@diebiertenoere.de bequem ins Haus liefern lassen kann, gibt es ja auch noch 6 Soloalben… und eine Ein-Mann-Vorband.

Doch damit war die Zeit der Festivals noch nicht vorbei. Und Niedersachsen auch nicht.

An zwei aufeinanderfolgenden Tagen spielten wir uns weiter durch das Reich von Herzog Widukind und dessen Stamm. Gilde war einer der Orte, den wir besuchten. Dort hatten wir die wahrscheinlich ausgefallenste Bühne, auf der wir je gespielt haben. Nicht, dass wir dergleichen nicht gewohnt wären. Wir haben bereits überall gespielt.

Wir erinnern uns an die drei m² Ecke in Plauen (inkl. Mischpult und PA) genau so gut wie an manche Festivalbühne mit allem, was man sich als Musiker wünscht.

Aber auf einem Bootsanhänger für Kanus hatten wir noch nie gespielt. Umso interessanter, dass auch noch Kanus auf dem Anhänger waren. Es war eng, es war wackelig, es war warm – da es kein elektrisches Licht gab, sondern nur Fackeln.

Und es war schön.

Für eine Band, die auch in der Apollo 11 spielen würde und sich aus Platzgründen einen Raumanzug teilte ein gutes Training. Das Publikum kam dieses Mal nicht explizit wegen uns, da wir für die abschließende musikalische Untermalung eines kompletten Tagesausflugs einer Reisegruppe verantwortlich waren  (ja, auch dafür kann man uns buchen).

Nichts desto trotz (und vielleicht auch weil uns der Veranstalter vor dem Konzert zu Sportübungen nötigte) hatten die Leute, die nicht wussten, was auf sie zukommen sollte, eine beachtliche Menge Spaß und gaben ein sehr schmeichelhaftes Feedback zu unserer Leistung. Man könnte fast behaupten, dass dies ein recht ruhiger Abend war – für unsere Verhältnisse.

Am nächsten Tag ging es dann weiter durch das eben genannte Herzogtum bzw. Hoheitsgebiet. Auf nach Peine zum UJZ!

Sind wir ehrlich: Wir haben weniger erwartet, als geboten wurde. Die Erfahrungen im letzten Jahr haben uns gezeigt, dass dieses Festival eher klein ist als ein zweites Rock am Ring. Und da wir mehr als zeitig vor Ort waren, war auch noch nicht sooo viel los.

Doch, auch das muss man sagen, füllte es sich sehr schnell auf dem Gelände, und als wir dann um Mitternacht die ersten Akkorde spielten tobte schon eine Publikumsmasse bis zum Horizont vor der Bühne. Spielfreudig wie immer ließen wir uns auch nicht von ein paar ungeplanten Unterbrechungen aus der Ruhe bringen.

Dazu ein paar ernsthafte Worte für die Zukunft: Nur weil ein Schlagzeug auf der Bühne steht, heißt es nicht, dass man es unbedingt ausprobieren muss, während wir gerade dran sind. Das ist sicher nett gemeint, um uns zu unterstützen, aber wenn wir für uns einen Mehrwert in einem Schlagzeug sehen würden, brächten wir eines mit. Außerdem kann Diaz besser Beatboxxen als Phil Collins Schlagzeug spielen – und das reicht für uns schon vollkommen aus. Das geht dann auch gut nach vorn! Aber wenn irgendjemand im betrunkenen Zustand meint, er müsse sich hinter uns auf die Bühne schleichen und wahllos neben dem Takt auf eine unpassende Trommel zimmern, bringt es uns aus dem Rhythmus. Darunter haben dann vor allem die zu leiden, die nichts damit zu tun haben und einfach nur feiern wollen. Und das gilt nicht nur fürs Trommeln….

Abgesehen davon: Danke Peine! Wir haben einen schönen Abend erwartet, und wir bekamen einen sehr schönen Abend! Was will man mehr, als übertroffene Erwartungen?! Und wann hat man schon die Gelegenheit, dass The Bottrops und Jingo de Lunch als Vorgruppen vor der eigenen Vorgruppe auftreten.

Was danach folgte, waren… Festivals. Dieses Mal aber nicht nur zum Feiern, sondern zum Feiern mit politischer Aussage.

Die Weiße Rose in Berlin hat ein schönes, nettes Straßenfest gegen rechts veranstaltet, und wir waren dabei. In Berlin zu spielen war wieder schön. Wir haben gefeiert, das Publikum auch. Wir haben viele Bekannte und Freunde treffen können und, was auch noch hervorzuheben ist: Es wurde auch vegan gegrillt. Und das nicht mit Kartoffeln uns Alufolie und solchem Kram, sondern so, dass es auch denen schmeckt, die eigentlich Fleisch essen wollten. Großes Lob dafür an die Organisatorin Joanna – das hat, neben vielem anderen, gut gefallen.

Danach folgte das „Laut-Gegen-Rechts-Festival“ in Schwerin. Dieses wurde weitaus größer aufgezogen als das eben erwähnte Event – war für uns aber ein wenig schlechter geplant. Es wurde vereinbart, dass wir irgendwann ab 18 Uhr spielen. Da Felix und unsere Vorgruppe Vers-Torben auch erst am Abend zugegen waren, passte es nicht sooooo gut, dass unsere Slots vorgezogen wurden. Diaz und Herr Binner haben diese dann allein bestritten, was eine phänomenale Leistung war und für die Flexibilität unserer Band spricht. Ganz befriedigend war es allerdings nicht für uns insgesamt. Uns wurde zwar versprochen, dass wir am Abend nochmal spielen dürfen, allerdings ist es leider nicht dazu gekommen.

Nichts desto trotz: Wir waren da, wir hatten auch so Spaß, und hatten einen ganzen Abend Ruhe und Entspannung! Außerdem geht es bei solchen Aktionen ja auch nicht um die Sinn des Events an sich, und nicht nur um die einzelnen Bands. Wir werden uns nicht beschweren! Und sprechen hier unseren Dank an alle Teilnehmer und Organisatoren aus. Und natürlich Storch Heiner! Wir würden uns freuen, beim nächsten Mal wieder dabei sein zu dürfen – denn auch wenn wir die Leidtragenden waren, haben wir das Beste daraus gemacht (und können nun ein gemeinsames Konzert mit Luxuslärm, Polarkreis 18, Tim Bendzko und Norman Sinn verbuchen).

 

Wie ihr bereits jetzt erahnen könnt, sind wir ganz gut rumgekommen im Jahr 2011. Doch wir dürfen nicht außer Acht lassen, dass

  1. Das Jahr noch nicht zu Ende ist, und
  2. Dieser Blog noch lange nicht am Ende ist.

 

Wir haben noch mit viele interessante Begegnungen gehabt. Ein davon war z.B. die Zwei-Mann-Band „KEULE“ die sehr empfehlenswert ist. Wo war das noch… große Bühne, jede Menge Leute, ein gar günstiges Bier, welches nur im Osten Deutschlands vertrieben wird und eine Stadt mit viel Geschichte: Das Sternburg Fan Fest in Leipzig. Man könnte dies fast so zusammenfassen, wie wir es bereits mit dem Abifestival in Lingen getan haben. Denn auch hier war es großartig! Und es gab noch mehr Bier! Außerdem hat uns Sternburg mit einem neuen Outfit ausgestattet, aber dazu später mehr. Da wir gerade eh im Osten der Republik waren, blieben wir auch erst mal da. Konzertmäßig zumindest. Denn blöderweise ist unser Haustier Vers-Torben zwischendurch nach Hause gefahren. Dies war ein Fehler, den wir schon häufig gemacht haben. Denn auch wenn wir ihn inzwischen stubenrein bekommen haben, ist er noch immer unpünktlich. Dies sollte uns in Storkow fast zum Verhängnis werden. Die Autobahnen waren zu, weil irgendeine Wildbrücke auf der A24, anscheinend für die Haustiere anderer Bands, gebaut wurde, eine Fahrbahnverengung auf der Autobahn sorgt fast immer für Stau, wenn dann aber ein Auto in dieser einen Spur, die noch zu befahren war, liegen bleibt, ist dies katastrophale Auswirkungen auf die Zeitplanung. Es war leider abzusehen, dass der gesamte Zeitplan aufgrund dieser ewig scheinenden Verzögerung nicht einzuhalten ist. Da Plan B zu diesem Zeitpunkt auch schon überholt war und Plan C nur eine 98% Erfolgswahrscheinlichkeit hatte gingen wir gleich zu Plan D über und erlebten eine weitere Premiere: Spontane Sofortabholung der Biertenöre aus Berlin durch einen weiteren Fahrer und direkte Anreise der Vorgruppe. Plan D funktionierte so, wie es sein sollte. Dramatisch und knapp. Um 21:00 Uhr sollte die Show beginnen. 20:54 war die gesamte Truppe in Storkow vor Ort und Spielfreudig. In Windeseile wurde aufgebaut, der Sound gecheckt und losgelegt. Da wir nicht das erste Mal in Storkow waren, war auch unser Stammpublikum vor Ort. Dieses ließ sich auch nicht davon irritieren, dass wir an diesem Abend an einem ganz anderen Veranstaltungsort als gewohnt auftraten. Dazu noch open Air direkt an einem warmen Kamin. Herrlich war das!

Diejenigen, die den Wechsel der Lokation nicht mitbekommen haben, konnten wir durch unsere Lautstärke in die richtige Richtung weisen. So lockten wir noch den einen oder anderen Passanten in unser Publikum, darunter auch zwei Kameraden der örtlichen Exekutive.

Diesen schien unser Programm zwar zuzusagen, allerdings machten sie uns darauf aufmerksam, ein wenig leiser zu spielen, um die Wellensittiche in den umliegenden Wohnungen nicht zu verschrecken. Natürlich kamen wir diesem Wunsch direkt nach, denn Tierschutz ist wichtig. Umliegende Bewohner konnten wir unmöglich stören, denn die waren ja alle vor der Bühne. Es war ein schöner Abend, und mit dem letzten Open Air des Jahres ein wunderbarer Ausklang der Saison.

Dies hat uns aber nicht davon abgehalten in diesem Jahr noch einmal zu zelten. Diese Möglichkeit gibt einem ein Festival, genauer gesagt, die Nachfolgeveranstaltung des ohnehin schon lohnenswerten Destination Rock: Das Destination Rock 5.1!

Dieses war bereits das zweite Mal in diesem Jahr, dass wir Wittstock/Dosse besucht haben. Und es hat sich wieder einmal sehr gelohnt – denn diesmal waren wir sogar Headliner! Headliner sein ist eine feine Sache, gern mehr davon.

Aus diesem Anlass ließen wir es uns auch nicht nehmen unser neues Outfit zu präsentieren, die wir auf unserem Feldzug durch das Sternburg Fanfest erobert haben: Neue Hemden! Und Jeans! Hört sich jetzt nicht besonders aufregend an, bildet aber einen schicken Kontrast zu unseren Trainingsanzügen – und sieht verdammt gut aus!

Was ist ein Festival ohne Zelt? Nicht das wahre… und das des Destination Rock war gewaltig groß und gut gefüllt mit Leuten, die zum Feiern kamen und dieses ausgelassen exerzierten. Im Zelt geschlafen haben wir allerdings nicht. Dafür war Berlin zu nahe.

Außerdem liegt Berlin auf dem direkten Weg in unsere eigentliche Heimat. Den Pub 41 in Saalfeld. Unsere zu Hause! Back to the Roots – ab nach Thüringen.

Saalfeld ist wie immer ein Erlebnis. Und wir glauben fast, dass es noch nie sooo voll war. Ata war wie immer ein hervorragender Gastgeber, die Stimmung war wie immer ausgelassen, wir waren wie immer gut… es gibt nicht soo viel mehr zu sagen: Saalfeld lohnt sich! Als letztes offizielles Konzert des Jahres gab es aber einige Dinge, die anderes waren als das letzte Mal. Denn inzwischen ist Heidi schwanger. Heidi ist nicht nur die Tochter von Ata, sondern auch – das kann man nicht leugnen – das Juwel der Stadt. Und nun ist sie schon zwei! Dass die Schwangerschaft in einem Stadium ist, welches Terminlich relativ eng auf unseren letzten Besuch in Saalfeld zurückrechnen lässt hat gar nichts zu bedeuten. Wir weisen jede Verantwortung von uns. Des Weiteren wurde das Jahr damit abgeschlossen, dass wir jeder eine „Goldene Schallplatte“ überreicht bekamen, die uns unsere treuen Fans gebastelt haben. Inklusive Rahmen und selbst gezeichnetem Portrait! Vielen Dank dafür, es ehrt uns sehr!

Damit ist das Konzertjahr auch schon wieder vorbei. Das Jahr als solches aber noch nicht. Wir waren trotzdem nicht untätig. Zu erwähnen wären neue Aufkleber, die wir in Berlin bei einem spontanen Akustik Konzert verteilten. Genauso wie einige Plakate von uns. Der Bedarf war anscheinend sehr groß, und uns war es nur recht, dass so viele Kleber und Plakate verteilt wurden. Wie wussten zwar zu diesem Zeitpunkt noch nicht, wer sooo viele Kleber für sich selbst braucht. Doch als wir auf dem Rückweg den einen oder anderen Aufkleber an Straßenlaternen sahen, wussten wir, wofür die waren. Nach dem Ende des Wahlkampfes in Berlin scheint es dem Einen oder Anderen gut gefallen zu haben, dass das Format unser Aufkleber fast jede rechtsradikale Propaganda überkleben kann. Natürlich kann man sich darüber streiten, ob es sinnvoll ist, Städte mit Aufklebern zu überfluten. Das ist es natürlich nicht, und es gehört sich nicht!

Aber wo das nun doch passiert ist, sehen wir es positiv: Da wo vorher eh ein Kleber war, ist jetzt ein besserer, hübscherer! So gesehen haben wir einen prima Beitrag zur Verschönerung der Stadt gebracht – wenn auch nur indirekt.

Das war 2011. Soweit… wir haben ja noch zwei Monate vor uns, und wir planen großes. Erwartungsvoll sehen wir dem Jahr 2012 entgegen, welches noch besser, noch größer, noch schöner und noch mehr wird. Seit gespannt, und freut euch drauf.

Eigentlich muss es auch gut werden. Nach dem Maya-Kalender wird es unser letztes werden. Wobei wir vorsichtig mit solchen Aussagen sind. Denn auch wenn dieser uralte Kalender am 21.12.2012 endet, und dann die Welt untergehen soll, halten wir diese These für fragwürdig und wissen nicht, ob wir es bis dahin überhaupt schaffen.

Denn ausdauernder und qualitativ hochwertige Recherchen von akademisch geschultem Personal haben erschreckendes festgestellt: Unser Kalender endet bereits am 31.12.2011! Hoffen wir das Beste!

Prost!

 

 


[1]           http://de.wikipedia.org/wiki/Ma%C3%9Fkrug

 

 

Tourbericht Wittstock/Dosse und Rostock – 11./12.06. 2011

Wer ein Tour-Wochenende von Die Biertenöre mit Bier und einigen anderen Alkoholhaltigen Getränken gleichsetzt, liegt falsch. Richtig wäre, es mit sehr viel Bier, Massen an anderem Alkohol und Musik gleichzusetzen (über gesetzlich nicht gestattete Substanzen schweigen wir vornehm). Zumindest fühlten wir uns so, als wir in der strahlenden Mittagshitze Wittstocks in unseren Zelten erwachten.

Doch benutzen wir das Stilmittel der Rückblende um uns an diesem Punkt zu bringen.

Freitagnacht in der Küche von HerrBinner: irgendwo in einer Ortschaft zwischen Potsdam und Eberswalde fanden wir uns ein, um ein freudiges Wiedersehen zu feiern und uns auf die kommenden Tage vorzubereiten. Nicht weiter interessant, denkt ihr, aber ihr wart auch nicht dabei um die phänomenale Musik zu hören, die HerrBinner uns auf einer eigens dafür aufgebauten Anlage (Sony) präsentierte: Musik, die jedem gefallen wird, der auch nur den Hauch von Geschmack hat, die Seele berührt und gleichzeitig gute Laune verbreitet, zum Mitgrölen anregt und sofort süchtig macht  – und das ohne an Tiefgang missen zu lassen. Ein echter Geheimtipp! So geheim, dass wir nicht weiter darüber sprechen dürfen…

Der Abend wurde aufgrund dieser Meisterwerke der Kunst länger und feuchter (Grasovka) als eigentlich geplant, und irgendwann siegte die Vernunft, die uns am Ende ins Bett trug.

Der nächte Tag (Samstagmorgen) brachte eine heiße Sonne (Lichtblick), und auch die erste Abstimmung des Tages mit sich: Als umweltbewusste Bürger versuchen wir natürlich die Welt in einem vorzeigbaren Zustand zu halten. Wenn irgendwann einmal Außerirdische zu Besuch kommen, sollen die ja schließlich nicht gleich wieder mit den Worten „wie sieht es hier denn aus?“  umdrehen (und wir haben unsere Welt ja auch nur von unseren Kindern geborgt). Außerdem wollen wir unsere Mietkaution zurück.

Aus diesem Grund wird die Klimaanlage unserer Tour-Fiestas ausgelassen, wenn es irgendwie anderes geht. In diesem konkreten Fall ging hatten wir die Wahl zwischen der Klimaanlage oder einem Qualvollen Verenden.

Wir hätten uns der Umwelt zu Liebe natürlich für das Verenden entschieden, doch zum Glück konnte Diaz uns eines Besseren belehren, in dem er ausrechnete, dass der CO² Ausstoß unserer verwesenden Körper um exakt 0,31 kg höher wäre, als die Fahrt mit der Klimaanlage bis zum Destination Rock Festival (von dem es hier: http://www.coincidence.aeellive.de/seite15.html übrigens hübsche Fotos zu bestaunen gibt). Nicht eingerechnet die entstehende Staugefahr auf der Autobahn, sollten wir dort verenden. Daher entschieden wir uns gemeinsam die Klimaanlage – aus rein ökologischen Gründen – anzuschalten und erreichten überpünktlich unsere Destination.

Aus organisatorischen Gründen(Drunken Hippies) durften wir etwas früher spielen als geplant und somit das Festival eröffnen. Schön war’s: 90 Minuten Vollprogramm und eine Flasche Vojka-Kirsch, von der wir alle reichlich tranken. Erst bei dem Blick auf das Etikett erklärte sich die Flasche zu rotem Absinth (70%), und somit auch das „Huiiiiiiiii!“ in unseren Körpern, dass am nächten Tag fast so laut an unsere Schädel klopfen sollte wie das weibliche Publikum bei Felix Mitdreix „Quicky“ . Doch noch war der Abend nicht zu Ende. Weil wir so Hammer sind, durften wir ein zweites Mal spielen und damit das Festival auch noch beenden. Danke Wittstock! Danke Destination Rock 5.0 (im September beim Destination Rock 5.1 sehen wir uns wieder)!

Unser Camp schlugen wir dann früh am Morgen unweit der Bühne auf, womit wir wieder am Anfang der Geschichte wären. Doch eine Rückblende ist nur dann gut, wenn es danach auch noch weiter geht. Und das ging es:

Unser nächster Termin (Sonntagmittag) war ein Videointerview, das am Strand von Warnemünde stattfinden sollte (für RockBlogTV). Absichtlich wählten wir nicht den FKK-Strand, doch trotz dessen hatte der junge Mann, der die Kamera (Samsung) bediente, seine Schwierigkeiten nicht zu viel nacktes Fleisch (von 2 bis 80 Jahren) ins Bild zu bekommen. Nichts desto trotz war es noch immer ein sonniger Nachmittag am Strand, den wir zur Entspannung nutzen (Diaz und Binner nutzten den Aufenthalt sogar zum Baden in der frischen Ostsee – Video folgt). Am Sonntagabend wartete schließlich die wohl vertraute Taschenmöwe im  Bunker in Rostock auf uns.

Die Bunkercrew empfing uns auch genau so freudig wie wir. Denn ein interessanter Fakt ist, dass hier einer der legendären ersten Auftritte der Biertenöre (erstes Tourwochenende Schwerin/Rostock – März 2009) stattfand. Auch ohne diese Information ist die Taschenmöwe im Bunker grundsätzlich einen Besuch wert – doch dies macht es noch besser!

Bis auf ein paar technische Schwierigkeiten, vor denen auch wir nicht immer verschont bleiben (No Name Produkte), war auch dieser Abend ein voller Erfolg und hat sowohl uns, als auch dem reichlich vorhandenen Publikum viel Freude bereitet. Danke Rostock, danke Bunker und besonderen Dank an Ingo! Danke für das letzte Bier zum Sonnenaufgang am Montagmorgen.

Wir kommen gern wieder.

Bis bald in eurer Nähe

Die Biertenöre


Tourbericht Bad Bodenteich und Cottbus – 15./16.4.2011

Wieder auf der Straße. Dieses Mal geht es mit einiger Verspätung nach Bad Bodenteich, direkt im Herzen Niedersachsens. Einige Stunden später sind HerrBinner, Diaz und Vers-Torben noch immer auf der Straße, aber bereits im richtigen Bundesland.

Aus organisatorischen Gründen war Felixxx bereits in der Blues-Kneipe angekommen, um einen Reibungslosen Ablauf des Abends in die Wege zu leiten. Wir sind schließlich professionell, gut organisiert, vorbereitet und erfahren – dachten wir.

Die Zeiten, dass die Überbringer von schlechten Nachrichten auf der Stelle hingerichtet werden, sind zum Glück vorbei. Das ist auch ganz gut, denn sonst wären die Biertenöre seit Freitagabend also Duo mit Vorband unterwegs, was den Spaß für alle doch gemindert hätte.

Die besagte schlechte Nachricht kam in Form eines Anrufs von Felixxx:

„In-dem-Laden-gibt-es-keine-Anlage!“

Es gibt schlechte Nachrichten, die nur halb so schlimm sind weil man im Notfall noch Plan

B-Z hat. Es gibt aber auch schlechten Nachrichten, die einen aus der Bahn werfen wie ein schlecht gelaunter Schaffner. Diese Nachricht lag in der Grauzone dazwischen.

Was nun?!

  • Wir sind eh schon viel zu spät dran,
  • die nächsten Quellen sind viel zu weit weg
  • oder verlangen mehr Miete als Diaz im Monat verdient.

Als Rettung stellte sich wieder einmal das großartige Duo „POZ“, bestehend aus Kalle und Claudia Paulussen, heraus. Die waren zum Glück gerade in der Nähe und liehen uns ihren Comboverstärker für den Gig an diesen Abend. Dieser hatte zwar nicht so viele Anschlüsse wie wir normalerweise brauchen, aber da wir noch immer professionell sind, konnten wir zu einem guten Ergebnis hin improvisieren – wenn auch in Minimalausstattung.

Dank des begeisterten Publikums wurde es wieder einmal ein wunderschöner Abend! Danke Bad Bodenteich! Danke Blues-Kneipe! Danke POZ!

Wir hingegen wurden von der Realität korrigiert. Wir sind zwar professionell und erfahren, jedoch manchmal doch nicht soooo gut vorbereitet und organisiert – aber für diesen Fall kennen wir Leute, die es sind!

Felixxx hat sich bereit erklärt, uns für diese Nacht seinen Landsitz als Domizil zur Verfügung zu stellen. Die Nacht war kurz in Eschede, dafür fiel das Frühstück umso mächtiger aus. Satt und mit Unmengen Koffein (und Wasser) im Körper brachen wir schon kurz nach der Morgendämmerung auf, denn die nächste lange Straße wartete bereits auf uns.

Auf nach Cottbus!

Gefühlte 9 Stunden später standen wir vor dem Muggefug, das wir an diesem Abend in Extase versetzen sollten. Der Soundcheck war bereits im Gange…

Soundcheck? Ja, so etwas machen wir! Jedes Mal. Allerdings ist es eine ungewohnte Erfahrung, dass der Soundcheck gemacht wird, bevor wir die Lokation überhaupt betreten haben.

Etwas später war die Lage noch undurchsichtiger:

Es spielen zwei Bands.

Der anderen Band wurde gesagt, sie bekommen eine Vorband, die vor ihnen spielen wird.

Uns wurde gesagt, wir haben eine Vorband, die noch vor unserem Haustier und eigenem Vorprogramm Vers-Torben spielen wird. Beiden wurde gesagt, dass die Veranstaltung ca. 20 Uhr beginnt.

Beide Acts wurden von unterschiedlichen Leuten gebucht, und keiner von beiden war da. Sonst wusste eigentlich niemand etwas.

Dafür gab es ein vorzügliches Gulasch, das extra für uns zubereitet wurde.

Wir haben uns dann recht schnell und unkompliziert mit den Kollegen geeinigt:
Wir spielen zuerst, aber erst so gegen 22 Uhr, dafür aber Vollgas!

Von da an hat auch alles gepasst. Das Licht war stimmig – auch wenn man von der Bühne aus kaum etwas gesehen hat – der Sound war Klasse (danke an die Technik!) und das Publikum konnte dann doch noch in eine Euphorie versetzt werden, die erst durch eine grandiose Zugabe befriedigt werden konnte.

Die Rückfahrt nach Berlin verzögerte sich ungeplant, aber aus einem sehr einfachen und guten Grund: Wir haben die besten Fans der Welt! Denn neben zahlreichen Angeboten zum Geschlechtsverkehr haben wir auch noch Bier bekommen.

Aber nicht Irgendeines, wie es die Anderen bekommen. Nein! Wir bekamen Biertenöre Bier, in Biertenöre-Flaschen, die in 3 (!) Biertenöre-Kästen sicher aufbewahrt wurden. Geht da noch viel mehr?

Wir glauben schon, aber es wird schwer, das zu überbieten!

Tourbericht Guerilla-Liedermaching – Berlin Kreuzberg – 02.04.2011

Berlin als Heimatbasis für die Eroberung ganzer Landstriche zu wählen wurde in der Geschichte unseres Landes schon öfter versucht, und war von Fehlschlägen gezeichnet. Zu oft wurden die falschen Konzepte als Erfolgsversprechend bewertet, und es endete mehr als einmal im Desaster. Manchmal waren es kleine Details, manchmal das Große und Ganze, doch immer war es mindesten eine Sache, die den Spaß an dem ganzen Vorhaben verdorben hat. Sei es nun die falsche Strategie, die Wahl und Verhältnismäßigkeit der Mittel, eine kranke Ideologie, eine fehlerhafte Motivation, absolut unsympathische Führungspersönlichkeiten oder einfach nur schlechtes und unqualifiziertes Personal.

Wir werden keinen dieser Fehler machen. Nach umfangreicher Analyse unserer Geschichte werden wir nicht in eine dieser Fallen tappen. Motivation ist vorhanden und gut, die Mittel sind sorgfältig gewählt, universell einsetzbar und keineswegs übertrieben, Sympathisch sind wir auch (wer widerspricht, bekommt auf´s Maul!) und mit unserem Haustier haben wir auch endlich fähige Mitarbeiter. An der Ideologie „Punkrock“ gibt es eh nichts zu meckern, und wenn, dann ist es uns auch egal!

Und die Strategie… da haben wir mal etwas anderes versucht. In Deutschland weitgehend unbekannt, aber was in Vietnam funktionierte, das geht auch hier.

Guerilla!

Von hinten, wo es niemand erwartet. Aus den Saiten direkt ins Herz, aus dem Mund direkt in die Seele. Niemand rechnete damit. Außer natürlich den auserwählten Gefolgsleuten, denen unsere Facebook-Seite gefällt, die fleißig „gefällt mir“ klicken und unsere Eventeinladungen nicht ignorieren. Also aufgepasst! Es kann immer und überall passieren! Nur wer sich informiert, kann Vorbereitungsmaßnahmen treffen.

Fortuna war uns wohl gesonnen, Ra ebenso. Die beiden scheinen sich gut zu verstehen, und Fans der Biertenöre zu sein. Denn es gab nicht nur ein bezauberndes Frühlingswetter (danke an den Sonnengott), sondern auch noch Sternburg im Angebot (danke Fortuna). Und auch danke an Bachus. Der interessierte uns als Biertrinker jetzt nicht so besonders, aber wir wollen kein Stess mit Leuten, die für die Gastronomie, die uns so oft freundlich empfängt, wichtig sind.

16:10 Uhr

Der Kasten Sternburg ist auf dem Kreuzberg angekommen und steht gut sichtbar auf dem halben Weg der Treppe, hoch zum Denkmal. Die Gitarren sind geschultert und bereit. Es geht los. Liedermaching unter freiem Himmel. Vollständig unplugged, nur die Klänge, die durch Stahl, Holz und Fleisch geformt werden.

Einen Verstärker haben wir nicht mitgenommen. Das ginge zwar, und wäre auch im einiges lauter gewesen, doch als Statement gegen Energieverschwendung haben wir darauf verzichtet. Irgendwer muss ja ein gutes Vorbild sein und dem Land zeigen, dass wir gut auf Atomkraft verzichten, und trotzdem unseren Spaß haben können.

Wir fangen an zu spielen. Und dann spielen wir weiter.

17:00 Uhr

Der zaghafte Applaus zu Beginn von dem verunsicherten Publikum, die gar nicht wussten, wie Ihnen geschah, wurde zu einer Menschentraube die in Begeisterungsstürme ausbrachen. Zumindest innerlich… Es gefällt, und der Kasten ist auch noch nicht leer.

18:00 Uhr

Unsere Buttons erfreuen sich großer Beliebtheit, immer mehr T-Shirts mit einem wunderschönen Logo und einem sehr attraktiven Schnitt tauchen in der Menge auf (die können übrigens auch bestellt werden). Die Menge tobt. Zumindest innerlich.

20:10 Uhr

Wir haben noch unzählige Lieder, die gespielt werden wollen. Und auch wenn die Finger langsam schmerzten und die Saiten dünner wurden: Wir hatten noch Ersatz dabei. Aber die Sonne wurde müde und verschwand am Horizont, das letzte Bier war schon lange getrunken und unsere Kehlen trocken. Und da sich niemand bereit erklärte, einen neuen Kasten für uns zu holen, mussten wir das selbst machen. Der erneute Aufstieg auf den höchsten Berg Berlins war uns dann aber doch zu schwer.

Danke Berlin! Es war mal wieder ein wunderschöner Tag mit Dir! Mal schauen, ob der Rest von Deutschland da jetzt mithalten kann. Also gebt euch Mühe, sonst wird es nichts mit unserer Eroberung!

24.03.2011 – Die Biertenöre in Bremen

Wer schon einmal in Bremen war, weiß, dass die dort nicht nur schlechtes Bier brauen, sondern auch Haacke-Beck.

Um 18 Uhr wollten wir eigentlich in Bremen sein, doch die Zeit spielte ein übles Spiel. Jeder, der behauptet, dass es hilft rechtzeitig loszufahren um pünktlich zu sein, lügt. Die Realität hat mit Logik nicht viel am Hut, und macht ihre ganz eigenen Späße. Murphy´s Gesetz mag ein Arschloch sein, aber es stimmt: Wenn man 60 Minuten früher losfährt, damit nichts passieren kann, steht man mindestens 90 Minuten im Stau. Fährt man 90 Minuten zu spät los, wird man freie Fahrt haben, da man ja eh schon spät dran ist, und es der Wirklichkeit keinen Spaß machen würde, da noch einen drauf zu setzen.

Doch genug der Naturwissenschaft: Wir sind gerade noch rechtzeitig angekommen und konnten auf dem Weg durch Bremen die teilweise sehr eigenartige, aber hübsche Beleuchtung genießen, die fast direkt hinter dem Ortsschild zu sehen war.

Die MS Treue wurde auch bei einem Spaziergang durch den Hafen auch schnell gefunden. Diese bot einen romantischen Ausblick auf die Weser und eine große Deutsche Brauerei, über die Felixxx zwar gern singt, hier aber nicht näher benannt werden soll.

Über den Steg zum Schiff, der je nach Wasserstand und Alkoholeinfluss unterschiedlich steil und gerade ist, wurden wir von den Wohnraumhelden empfangen. C.Punkt und Fabian waren, sehr vorbildlich, natürlich schon mehrere Stunden vor Ort. Erst beim Soundcheck, der dank Soundmann Andre ausgesprochen unkompliziert verlief, wurde uns langsam klar, was für ein Geschicktsträchtiger Abend voller Premieren vor uns steht.

  • Das erste Mal in einem für uns neuen Bundesland
  • Das erste Mal in Bremen
  • Das erste Mal auf einem Schiff
  • Das erste Mal mit Haacke-Beck
  • Das erste Mal auf der Weser
  • Das erste Mal mit den Wohnraumhelden

Nervösität machte sich breit – doch wir haben es überstanden. Wir möchten keine unnötigen Hoffnungen wecken, aber wir können versichern: Diese Kombination an Premieren wird es in diesem Leben nicht mehr zu sehen geben. Wer es verpasst hat, bekommt keine zweite Chance!

Und es hat Spaß gemacht, ganz im Gegensatz zu anderen ersten Malen, die jeder von uns sicher schon hinter sich hat. Das Publikum war gut gelaunt, und scheute sich nicht mitzusingen, zu gröhlen, zu schreien und zu applaudieren, dass das Schiff ins wanken kam. Der Sound war wie bereits gesagt sehr gut, und anscheindend haben wir in Bremen einen bleibenden Eindruck hinterlassen – so hoffen wir zumindest. Nach grob einer Stunde Programm machten wir dann auch Platz für den eigentlichen Act des Abends, die Wohnraumhelden, die ihr Feuerwerk gewohnt routiniert und auf sehr hohem Niveau ablieferten. Danke Bremen, danke Treue, danke Wohnraumhelden: Wir kommen wieder, spätestens auf dem Rückweg unseres Feldzuges. Im Moment gibt es noch Bundesländer auf unserer Reisekarte, die es zu erobern und Biersorten, die es zu entdecken gilt.

Bis zum nächsten Mal

Die Biertenöre

13.12.2010 – Das Jahresendspezial

Hallo liebe Leute!

Ihr habt sicherlich nicht zum ersten Mal gemerkt, dass ich ein viel beschäftigter Mann bin. Neben auf Tour sein und Studium beenden musste ich in der letzten Zeit auch noch drei Wohnungen renovieren und außerdem steuern wir ja auch direkt auf die Weihnachtszeit zu. Ihr merkt, ich suche Ausreden, warum ich das Blog-Schreiben so vernachlässigt habe. Natürlich war es überall wo wir waren wirklich toll. Da war zum Beispielwieder Storkow, was wirklich schön war oder auch das Emergenza in Berlin. Auch haben wir uns erneut die Ehre gegeben und zum Nikolauskonzert auf der Release-Party von Paulussen ohne Zittlau gespielt. Das war dann auch unser eigenes Jubiläum.

Tja, die Frage ist wohl nun, wie ich aus der Nummer wieder herauskomme…

Ich dachte mir, als Entschädigung für die lange Wartezeit, will ich, oder besser: wollen die Biertenöre, euch auch etwas Langes schenken. Wer dabei jetzt an Diaz Hoseninhalt denkt ist leider falsch gepolt, denn ich habe euch eine monumentale und heroische Geschichte geschrieben. Sie umfasst bereits einige Seiten und wird auch weitergehen. Aber nur, wenn mindestens 40 Kommentare unter diesem Blog geschrieben werden, die nach mehr schrein!!!

Also, wenn euch dieser Ausflug mit uns in eine fantastische Welt gefällt, so sagt es uns und motiviert mich somit den nächsten Teil der Saga in Gang zu setzen.

Die Biertenöre wünschen euch ein feucht frohes Fest,

Euer Felixxx

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01.11.2010 – Halloween Video

21.10.2010 – Tourbericht Mageburg und Saalfeld

Der Himmel brannte. Die untergehende glutrote Sonne versuchte die Hitze des Tages mit sich zu nehmen, doch es wollte ihr nicht recht gelingen. Funken stoben zahlreich über die endlosen Aschefelder, die bis zum Horizont reichten. Ein verkohlter Baum sah aus, als hätte ihn saurer Regen entlaubt, doch geregnet hatte es seit den Tagen des Untergangs höchstens Schwefel.

Den Hohepriester schien diese chaotische Szenerie völlig kalt zu lassen – sofern dies möglich war. Er konzentrierte sich auf den Drudenfuß, auch Pentagramm genannt, welches vor ihm in die sonst unberührte äscherne Fläche gezeichnet wurde.

„Bringt die Flüssigkeit!“ keuchte er mit heiserer Stimme unter seiner tief ins Gesicht gezogenen Kapuze hervor und plötzlich wurden einige zwergwüchsige Kreaturen, welche ebenfalls solch eigenartige Kutten trugen zu seinen Füßen aktiv. Etwa ein Dutzend der kleinen Wesen schleppten nun eine Art Fass heran. Es schien bereits sehr alt zu sein, jedoch konnte man den Schriftzug, der einst darauf prangte, noch immer entziffern: Sternburg Export. Ohne weitere Aufforderung schütteten die Kultisten den gesamten Inhalt des Gefäßes in die Mitte des Pentagrammes, während der Hohepriester leise mit der Beschwöhrungs-Formel begann: „In Nomine Cerevisia…“

Augenblicklich bildete sich in der innersten Kammer des Pentagrammes eine schwarze Fläche. Jeden, der dort hinein sah, beschlich das Gefühl in einen Abgrund zu fallen und es erfüllte alle mit Angst.

Der Hohepriester unterbrach seinen beschwörenden Gesang für einen kurzen Moment und winkte eine andere Gruppe der vermummten Zwerge heran: „Schnell! Die Jungfrauen!“

Diese schickten sich an, normalgroße, jedoch umso leichter bekleidete, bildhübsche Frauen auf je eine Spitze des Drudenfußes zuzuschieben. Die schönen Damen waren augenscheinlich… völlig betrunken und lallten etwas von Party und Musik, während sie grinsend mehr schlecht als recht versuchten, das Gleichgewicht zu halten. Schließlich nahmen sie eine kniende Position am Rande der Figur ein.

„…celebrare concubium et virgo et symphonia…“ Ohne diesmal seine Beschwörung zu unterbrechen, wies der dunkle Führer dieser elustren Schar erneut mit der Hand auf ein bisher unbeteiligtes Zwergwesen mit einem kleinen Krug in den Händen. Dieses stolperte ebenfalls sofort in Richtung des schwarzen Nichts, welches sich irgendwie auszubreiten schien und schüttete den Inhalt der Karaffe mit der Aufschrift Becks in die Mitte.

Was nun folgte sollte den Augenzeugen später niemand glauben. Manche würden behaupten, der Herr persönlich sei zurückgekehrt. Andere wiederum machten das abwehrende Zeichen des Bösen Blickes, da sie glaubten, sich so vor dem Teufel schützen zu können. Welchen Geschichten man auch glauben mag, nachdem der letzte Tropfen der goldenen Flüssigkeit den Boden berührte, schoss ein Lichtstrahl aus der am Boden kauernden Dunkelheit und fuhr hinauf in den Himmel. Gewitterwolken entluden sich im Sekundentakt und es war im wahrsten Sinne des Wortes die Hölle auf Erden.

„…OBSEQUI PERFECTUS IN NOMINE CEREVISIA!” schloss der Hohepriester, während er beide Arme beschwörend vor seinen Körper hielt.

Im selben Moment, in dem die letzte Silbe gesprochen war, sprangen sie aus der Finsternis, aus der auch der Feuerstrahl gen Himmel ragte. Ein jeder von ihnen saß auf einem gewaltigen Pferd, welche sich schnaubend aufbäumten und nervös wieherten mit Geifer am Maul. Es waren vier an der Zahl, jeder ein martialisch geformtes Saiteninstrument auf ihrem Rücken und in der Hand einem Krug schäumenden Bieres. Drei von ihnen trugen die gleiche Rüstung. Sie war feuerrot, mit weißen Streifen an der Seite. Auf ihrer Brust erstrahlte in einem ebenfalls grellen Weiß das Wort Sternburg. Am ungewöhnlichsten jedoch erschienen ihre Augen. Ihnen fehlte es komplett an dem, was man Auge nennen würde. Stattdessen erstrahlte ein wildes helles Feuer in Ihren Höhlen, was die sich duckend zusammenkauernden Zuschauer blinzeln ließ.

Der vierte Reiter war ebenfalls mit der gleichen Waffe ausgerüstet, jedoch trug er lediglich ein einfaches schwarzes Gewand. Als er den Mund öffnete vernahmen die Anwesenden eine hohle, tiefe Stimme, welche unmöglich von dieser Welt stammen konnte: „ICH BIN VERS TORBEN, VORREITER DES UNTERGANGS UND VERKÜNDER DER DUNKELHEIT. WER WAGT ES, DIE DREI REITER DER APOKALYPSE, DIE BIERTENÖRE, AUS IHREM SCHLAF ZU REIßEN?“

Der Hohepriester warf sich auf seine Knie und mit ihm alle zwergischen Wesen. Die halbnackten betrunkenen Jungfrauen kippten einfach zur Seite um.

„Ich, oh Herold der Biertenöre, habe euch heraufbeschworen. Ich in meiner unwürdigen Gestalt, der ich euch zu Füßen liege.“

„UND WAS IST DEIN BEGEHR?“

„Oh Vasall der drei dunklen Fürsten, ich erbitte die Anwesenheit eurer Herren im Kreise der Stadt zu Mägdeburg sowie der Stadt Saalfelde, damit gar freudiges Jauchzen ihre kärglichen Mauer erfüllen mag!“

„WARUM SOLLTEN… was?“ der Herold blickte sich um, der Reiter, der ihm am nächsten stand flüsterte ihm etwas ins Ohr, woraufhin der Schwarzgewandete sich etwas nervös dreinblickend erneut mit einer plötzlich völlig menschlichen Stimme an den Priester wand: „Nun… äh… der Reiter der Pestilenz, Großfürst Felixxx, sagt, ich solle doch normal mit euch reden…“, er runzelte die Stirn. „Des Weiteren lässt er fragen, was ihr uns als Opfergabe zu bieten habt?“

„Nun“, begann der Hohepriester zögerlich zum einen diese Reliquie aus der euren Zeit“, dabei hielt er einen Fünfeuroschein in die Höhe, „sowie soviel Bier, wie ihr in zwei Nächten trinken könnt…“

Auf der Stelle neigte sich der Kopf eines anderen Reiters zum Herold und der Blick dessen erhellte sich: „Reiter des Krieges, Großfürst Binner, lässt mich verkünden, wir nehmen euer Opfer an!“

„Und wat is mit Pennplatz und Essen?“ entfuhr es da plötzlich dem dritten Reiter. Es war Großfürst Diaz, der Reiter des Hungers. Er grinste dabei von seinem Sattel, der irgendwie an einen Kindersitz erinnerte, auf den Priester herab.

„JUNGE! Musst du jedes Mal unseren Auftritt versauen?“, schnauzte Lord Binner. „Als du das letzte Mal in die Planung gequatscht hast, ist der Priester vor Schreck in den Reagenzientopf gefallen und explodiert. So eine Feuerball war das. BAMM!“ Dabei riss er die Arme nach oben, um dem Ganzen mehr Ausdruck zu verleihen. Die Kultanhänger schraken zusammen und versuchten sich noch kleiner zu machen.

Der Hohepriester fühlte sich sichtlich unbehaglich bei diesem Gespräch, aber er wagt es dennoch etwas zu sagen: „Euch soll es an nichts fehlen, Großfürsten. Bitte folget mir und ich werde euch zur Kultstätte begleiten.“

„Das lob ich mir“, sagte Felixxx, Reiter der Pestilenz. „Das man uns eine Kultstätte widmet ist das letzte mal vor fünfhundert Jahren passiert.“

Der Tross setzte sich in Bewegung. Nur ein paar der Zwerge blieben zurück und machten sich über die wehrlosen Jungfrauen her. Der Hohepriester führte sie vorbei an einigen verkohlten Autowracks einen Hügel hinauf. Von hier bot sich den Reitern ein Imposanter Blick über das dahinter liegende Tal, in dessen Mitte eine Stadt lag. Sie war mit einer stählernen Schutzmauer umzogen, dessen Stadttore jedoch offen standen. Es roch nach Motoröl und Benzin und bei genauerem hinsehen konnte man Motorräder erkennen, die von ganzen Rockerbanden über die zerschlissenen Straßen gefahren wurden.

Als sich der Zug der Reiter näherte, lag plötzlich etwas in der Luft. Eine gewisse Kälte, die die Bewohner seit langem nicht gespürt hatten, trieb sie urplötzlich zu Handlungen fernab ihres eigenen Willens. Die gestandenen Männer fielen vor den Neuankömmlingen auf die Knie und weinten erfürchtig, Hunde und Katzen flohen durch die engen, mit Unrat angefüllten Gassen und Frauen rissen sich die Kleider vom Leib und liefen auf die Reiter zu.

Der Herold blickte auf die zwergische Anhängerschaft und wies in Richtung des Frauenmobs. Sofort schickten sich die Diener an, einen Schützenden Kreis um die Reiter der Apokalypse zu Bilden. Schließlich erreichten sie einen Großen Platz in der Mitte der Stadt.

Der Hohepriester stieg ein hölzernes Podest hinauf, auf dem zur besten Tageszeit Todgeweihte zur Belustigung der Massen mit Heino-Musik gefoltert wurden und überblickte die Menge. Auch die Reiter und deren Herold stiegen von ihren dämonischen Rössern und erklommen die letzten Stufen, als der Priester die Stimme anhob:

„Ihr tapferen Bürger von Mägdeburg“, erscholl es düster weit über den Platz. „Sehet die vier Reiter…“ Der Herold stieß ihm augenblicklich in die Rippen. „…die DREI Reiter der Apokalypse! In unserer Unwürdigkeit haben wir sie heraufbeschworen, auf dass sie uns Einblick in ihre unerreichte Kunst gewährten! Verneigt euch, jauchzet und frohlocket!“

Wie eine Sturmfront brach die Menge in lauten Jubel und Geschrei aus. Aus allen Richtungen spritzte das Bier.

Nach dieser Einführung und weiteren dreißig Minuten, in denen der Reiter des Krieges, Großfürst Binner davon überzeugt werden musste, dass es an der Zeit sei, den Bierspritzern vorerst zu entfliehen, begab sich die imposante Truppe schließlich zur Kultstätte.

„Interessant…“, raunte Großfürst Felixxx.

Die Stätte bestand aus einem Haus, welches scheinbar einst eine Kirche einer längst vergessenen Religion gewesen sein mochte. Allerdings hatte man den Raum grob zu  einer Gastwirtschaft umgebaut. Über der Tür hing nur noch an einem Haken ein schiefes Schild mit der Aufschrift KuCaf und wehte leise im Wind. Im inneren erstreckte sich eine Bar weit in den einzigen Raum hinein und der einstige Altar war so groß, das er zu einer Bühne umgebaut worden war.

In den nächsten Stunden wurde die schaurige Schwadron der Reiter „fürstlich“ bewirtet und anschließend erreichten die ersten Jünger den Zuschauerraum. Nach und nach füllte sich dieser mit ekstatischen Anhängern, welche sich teilweise nackt auf den kalten Steinboden legten, um ihrem Glauben Ausdruck zu verleihen.

Und dann war es soweit…

Beim ersten Ton der magischen Instrumente, verwandelte sich die Anhängerschaft in eine wilde Masse, die im Rausch der Sinne begannen, eine wilde Orgie zu feiern. Nackte Leiber tanzten eng und in Wollust miteinander, während es aus der Sprinkleranlage an der Decke Bier regnete. Um einen gewissen Jugendschutz zu wahren, sieht der Autor an dieser stelle von weiteren Beschreibungen der Szene ab. Berichte über das legendäre Biertenöre-Fest sollten noch Jahrhunderte in der Stadt kurieren. Manche schwörten sogar, dass man den Teufel in der Masse der sich windenden Leiber erblicken konnte… nur um kurz darauf zu bemerken, dass man es aber nicht genau wisse, da man ja auf keinen Fall zu diesem Zeitpunkt dort gewesen sei. In Wahrheit aber, waren die Straßen zur Zeit des Konzertes menschenleer…

Am nächsten Tage gab es weder Bier noch Jungfrauen in der Stadt Mägdeburg… Die Reiter bestiegen ihre Pferde und ritten ohne Reue aus dem Stadttor, um den letzten verrückten Anhängern zu entgehen, welche sich unter dem Einfluss von starken Drogen noch in der Lage waren zu laufen. Ihr Gefolge bestand aus dem letzten Bierwagen der Stadt, der als Ladefläche ein riesiges Fass besaß und zwei alten Schulbussen, vollbesetzt mit Zwergkultisten, die knatternd hinterdrein fuhren.

Ihr Weg führte weit nach Süden. Die Landschaaft veränderte sich und wurde fruchtbarer. Wiesen und Wälder erstreckten sich bald zu beiden Seiten des Weges. Durch Täler und Gebirge erreichten sie am späten Nachmittag die Pfalz zu Saalfelde. Versteckt und von den meisten Zufahrtsstraßen abgeschnitten lag diese Zuflucht abgelegen in einem dichten Wald. Einzig die hohen Schlote der einstmaligen Industrieanlagen ragten noch in die Höhe.

Die Stadt war von einem Palisadenzaun von etwa drei Meter Höhe umschlossen. Dahinter lugten hier und da behelmte Köpfe der Stadtwachen hervor und die Spitzen ihrer Spieße. Auch über dem verschlossenen Holztor zeigte sich ein Wächter: „Halt! Wer da?“

„Dies, oh Bürger der Stadt Saalfelde“, begann der Priester, „sind die Biertenöre, die Reiter der Apokalypse und Großfürsten der Dunkelheit. Außerdem reitet ihnen voran ihr Herold, Vers Torben.“

Die Züge der Torwache erhellten sich: „Ihr werdet bereits erwartet. So tretet ein, ich werde den Bürgermeister informieren!“

Die Doppeltüren schwangen auf und den Reisenden bot sich ein skurriles Bild. Skurril, weil es ein krasses Gegenteil zu den Szenen des Vortages bildete: Hinter dem schützenden Wall lag eine gepflasterte Kopfsteinpflasterstraße, welche sich augenscheinlich durch den gesamten Ort zog, wobei immer wieder Stichstraßen nach rechts und links zwischen kleinen Fachwerkhäusern verschwanden. Alle paar Meter standen Bäume am Straßenrand und bildeten somit eine ansehnliche Allee. Direkt hinter dem Tor lagen zu beiden Seiten gepflegte Rasenflächen, auf denen einige Kinder spielten. Vogelgezwitscher lag in der Luft.

Plötzlich kam ein kleiner rundlicher Mann mit wild fuchtelnden Armen schnellen Schrittes auf sie zu. Er trug eine altertümliche Tunika und spitz zulaufende Schuhe und zwei Wachen in bunter Uniform und mit Hellebarden bewaffnet schickten sich an, mit ihm Schritt zu halten.

„Endlich! Ihr seid eingetroffen und euer Herold ist mit dabei…“

„SCHWEIGT STILL UNWÜRDIGER UND WERFT EUCH NIEDER!“ platzte es aus dem Priester hervor. „DIES SIND DIE BIERTENÖRE, REITER DER…“

„MEIN GOTT. Mach nich so ne Welle, Hans-Peter!“ unterbrach ihn der Mann. „Es ist doch schon alles vorbeireitet. Also stell deinen Opferbierkrug da hinten auf den Altar und halte die Klappe!“

Entsetzen stand dem Priester ins Gesicht geschrieben. In dem Moment, als der kleine Mann seinen wahren Namen preisgegeben hatte, schwand ihm sämtliche Farbe aus dem Gesicht. Er war außer Stande, etwas zu sagen.

Der Mann hingegen fuhr fort: „Seid willkommen, edle Herren. Mein Name ist Attila Ata der Dritte, meines Zeichens Bürgermeister der Stadt Saalfelde. Bitte folgt mir ins Gasthaus, mein Gefolge wird sich um eure Habseligkeiten kümmern und auch eure Pferde versorgen.“

Die Reiter saßen ab und Felixxx sprach leise zu einem der plötzlich auftauchenden Diener: „Also alle zwei Stunden muss es gestriegelt werden. Mittags bekommt es eine Mahlzeit aus menschlichen Seelen, einer Handvoll heiliger Äpfel…“

„Ham wa nich“, unterbrach der dümmlich dreinblickende Stallbursche. „Geh’n auch Gummibärchen?“

Felixxx zögerte kurz und sagte dann: „Das sollte auch funktionieren… danke.“

Der aufgeregte Bürgermeister führte die Truppe quer durch die Stadt. Überall, wo sie vorbei kamen, jubelte ihnen das Volk vom Straßenrand und aus den kleinen Fenstern der Fachwerkhäuser zu und schwangen dabei kleine Fähnchen. An einem kleinen Schrein am Rande der Straße in dem ein Bildnis der drei Reiter angebracht war machten sie halt und Hans-Peter stellte wortlos und mit grimmigem Gesichtsausdruck einen Humpen des mitgebrachten Bieres hinein. Anschließend gelangten sie auf den zentralen Marktplatz der Stadt. Ein kleiner Springbrunnen plätscherte fröhlich vor sich hin. Am Rande des Areals lagen mehrere augenscheinlich wichtige Gebäude. Darunter befanden sich das Rathaus, sowie das größte Gasthaus der Stadt, welches sie direkt betraten.

Der Bürgermeister sorgte beim Wirt für frische Getränke und nach einer kurzen Trinkpause erklärte er: „Die Bürger haben euch sehnlichst erwartet. Euer letzter Besuch ist schon so lange her…“

„Ihr ward schon mal hier?!“ platzte es aus dem Hohepriester hervor.

Großfürst Diaz antwortete grinsend: „Tjo, war nen geiler Abend.“

Der Bürgermeister fuhr fort: „Wie ihr euch sicherlich vorstellen könnt, haben unsere Dorfnarren, die Gebrüder Sinnlos, wieder mal alle Leute aktiviert. Sie haben sogar ein Theaterstück verfasst, welches sie mit einem eurer Lieder untermalt haben.“

Die Biertenöre waren sichtlich gerührt und in diesem Augenblick sprang auch schon die Tür auf und vier junge Burschen mit bunten Kleidern und glöckchenbehangenen Narrenkappen hüpften durch den Raum. Dabei machten sie Saltos und Purzelbäume und schlugen sich mit Gummihämmern immer wieder auf den Schädel. Die Freude war groß und nach überschwänglichen Begrüßungen setzte man sich zum Biere und es wurde fröhlich erzählt.

So wurden die folgenden Stunden gemeinsam verbracht, bis zu fortgeschrittener Stunde der Schankraum bereits aus allen Nähten zu platzen drohte. Ein fahrender Musikant, der zufällig in der Stadt gastierte und sich Wiesel nannte, machte den Besuchern derweil seine Aufwartung, bis der Herold die Bühne betrat und Erfurcht gebietender Stimme und mit Charme die Ankunft der Helden aus der Vorzeit ankündigte.

Schließlich erhoben sich die Recken und machten sich an ihre martialischen Instrumente. Anders als am Abend zuvor löste die Musik diesmal keine Massenorgie aus, sondern die Herzen der Zuhörer erfüllten sich mit Frohsinn und Wärme. Alle, und ganz besonders die Gebrüder Sinnlos, sangen im Chore mit und erhoben ihre Humpen zum Gruße. Großfürst Felixxx, Reiter der Pestilenz indes versuchte sich an der hohen Kunst der Minne und besang die schöne Tochter des Bürgermeisters in all ihrer Pracht. Alle Mühsal des Alltags, alle Sorgen dieser schweren Zeit waren für einige Stunden vergessen und es wurde ausgiebig gefeiert, bis sich die Biertenöre schließlich in die Schlafkammern zurückzogen.

Früh am nächsten Morgen ließen sie ihre Pferde satteln und verabschiedeten sich vom überschwänglichen, aber traurigen Bürgermeister, welcher sich stets aufs neue bedankte und den Recken kurz vor ihrem Aufbruch noch seine Tochter als Gastgeschenk mitgeben wollte. Als jedoch klar wurde, dass ihr Herz bereits einem anderen Prinzen aus dem Nachbardorf gehörte, lehnten die Tenöre dankend ab. Auch der Hohepriester hatte seine Würde wieder gefunden und zeichnete lächelnd ein Pentagramm mit Kreide auf den Boden, während er die Beschwörungsformel erneut murmelte.

Schließlich bestiegen die vier unter dem immerwährenden Jubel des Volkes ihre Rösser, erhoben die Hand zum letzten Gruße und dann sprangen sie alle hintereinander in die Mitte des Pentagramms, welches sie einfach verschluckte…

Bis zum nächsten Abenteuer,

Euer Felixxx

29.09.2010 – Tourbericht Destination Rock IV

Tenöre im Weltall

Brandenburg. Unendliche Weiten. Dies sind die Abenteuer des Raumschiffs DBT Twingo, welches weit ab von jeglicher Zivilisation unterwegs ist, um fremde Festivals zu entdecken.

Sternzeit 180910 – 1745

Der Käptn schien nervös. Klusterwolken zogen am Schiff vorbei und bildeten die Vorboten eines Ionensturms.

„Genosse Diaz, Lagebericht“, wandte er sich zum Verbindungsoffizier. Der schöne Venusianer lächelte verschmitzt. War es Todesmut oder war ihm der Ernst der Lage nicht bewusst?

„Zeit bis zur Ankunft etwa T minus 20 Minuten, Sir.“

Der Admiral bemühte sich ruhig zu bleiben, um seine Männer nicht unnötig in Unruhe zu versetzen, doch diese ungeahnte Leere rund um die DBT Twingo im brandenburgischen Sektor ließ ihm einen kalten Schauer über den Rücken fahren. Er konnte unmöglich sagen, was ihnen heute Abend bevorstand.

Verbindungsoffizier Diaz schaltete die Außenkamera ein, um dieses unsägliche Nichts fernab jeglicher Zivilisation festzuhalten. „Unglaublich, dass so weit draußen ein Festval-Stützpunkt liegt. Wie die Menschen dort an gute Musik gelangen ist mir ein Rätsel“, brummte er.

„Nun“, begann der Commander und Käptn Binner wandte sich ihm zu „aus diesem Grunde haben sie ja uns gerufen, nicht war?“

„Sehr richtig, Commander Felixxx.“

Er hasste es, diesen Namen Aussprechen zu müssen. Die drei „xxx“ am Ende hörten sich mit seinem Akzent an, wie das wollüstige Stöhnen einer fünfzigjährigen Hure auf Crack. Die Sprache der Singonen war durchzogen mit diesen Lauten. Nichtsdestotrotz schätzte er den Commander hoch ein.

Seine Gedanken wanderten zurück zu der ihnen bevorstehenden Aufgabe. Ihr Auftrag war es, ihre musikalischen Künste in den abgelegenen Vorposten zu tragen, um den Überlebenswillen der Bewohner zu stärken. Schicksale hingen davon ab. Mehrere Jahre der Abgeschiedenheit hatten bereits bei so manchem brandenburgischen Ureinwohner eine Sicherung durchbrennen lassen. Er erinnerte sich daran, dass er vor 20 Jahren bereits einmal diesen Sektor bereist hatte. Damals kehrte er mit einer jungen hübschen venusianischen Frau zurück, die sich zu seinem Bedauern nach der späten Pubertät zu einem durchaus männlichen Exemplar dieser Spezies entwickelte. Immerhin leistete Genosse Diaz heute gute Arbeit auf der Brücke der DBT Twingo…

Er wurde jäh aus seinen Gedanken gerissen, als er eben jene Stimme vernahm: „Ankunft in T minus 5 Minuten, Käptn Binner, Sir“ meldete Genosse Diaz erneut.

„Macht euch bereit ein paar Leben zu verändern, Jungs“, erwiederte der Käptn.

„Oh jeah“, sagte Commander Felixxx und setzte sich seine verspiegelte Brille auf. Sie schützte seine empfindlichen Augen vor dem ungefilterten Licht im Außenbereich des Schiffes. Und außerdem fand er sie einfach cool.

„Lasst uns ihnen zeigen, wie man richtig feiert.“

Bereits eine Viertelstunde später befand sich die Besatzung im Versorgungszelt des Festgeländes. Dieses war angereichert mit verschiedenen Nahrungsmitteln und dem goldgelben und schäumenden Treibstoff, den sich die Truppe der „Biertenöre“ direkt einverleibte.

„Felixxx, sorgen sie dafür, dass unsere Handelsgüter einen geeigneten Absatzmarkt finden. Ich werde derweil nach weiterer Flüssignahrung Ausschau halten. Wir werden jeden Tropfen brauchen. Und sie Genosse Diaz, sie sollten… tja… ach sie sollten einfach gut aussehen!“

Käptn Binner konnte sich auf seine Crew verlassen. Bereits etliche Male hatten sie diesen Ernstfall geübt. Nachdem auch die Instrumente für ihren Auftritt bereitgemacht wurden, stiegen die drei in Ihre roten Raumanzüge.

„Männer, es wird ernst. Macht mir keine Schande.“

Pünktlich nach Zeitplan öffnete sich die Luftschleuse und gab den Weg auf die Bühne frei. Die Ersten Reihen waren vor allem mit jungen einheimischen Brandenburgern durchzogen, welche leicht verstört wirkten beim Anblick der lichtgestaltartigen Raumreisenden.

„Na dann wollen wir sie mal auftauen…“, grinste Felixxx und nickte dem Käpt zu seiner Linken zu. Er verstand.

„SCHÖNEN GUTEN ABEND, WIR SIND DIE BIERTENÖRE AUS BERLIN, BRAUNSCHWEIG UND DEM BUSCH!!!“

Und der erste Akkord erklang.

Die Magie begann sich in Form einer Energiewelle im Raum auszubreiten. Die Gitarre des Commanders stob rote und grüne Funken und man konnte den Geruch von Bier wahrnehmen. Die Wucht dieser Begrüßung hellte die Gesichter der Anwesenden sichtlich auf und augenblicklich schien alle Trübsinnigkeit in Lust aufgelöst. Was die Anwesenden an diesem Abend im brandenburgischen Territorium erlebten glich einem Sturm, der ihre Sorgen wegfegte und nur Frohsinn zurück ließ. Mit Liedern von gewissen „Hobbys“, „Schönsten Mädchen“ und „Alternativen Lernwilligen“ verschaffte sich die Truppe eine ganze Reihe neuer Anhänger.

Eine ganze Stunde tobte die Schlacht der Gefühle, doch schließlich mussten sich die Biertenöre schweren Herzens von der Bühne zurückziehen. Die Bewohner des Außenposten waren zwar sichtlich erschüttert über den frühen Abgang der Kosmonauten, doch ließen es sich nicht nehmen anschließend noch gemeinsam in der Offiziersmesse Literweise Biokraftstoff zu tanken.

Froh, aber auch entkräftet bestieg die Crew der DBT Twingo erneut ihr Raumschiff.

„Welsch ein Glück, dasch esch unseren treuen Schteuermann Chrischtian gibt“, dachte Käptn Binner, der aufgrund von Unachtsamkeit zu vollgetankt worden war.

„Ich könnte gerade kein einschiges Computerpult mehr bedienen… hick! Chrischi, biem mi ap!“

Mit diesem letzten Gedanken vielen ihm bereits die Augen zu und er schlief direkt im Kapitänssessel der Brücke ein.

Käptn Binner blinzelte. Wo war er? Außer dem unermüdlichen Hämmern in seinem Schädel schien hier noch etwas nicht zu stimmen. Als er aus dem Fenster sah, wurde es ihm klar: Zivilisation. Wie lange mochte er geschlafen haben? Konnte es tatsächlich sein, dass sie bereits wieder ihren Heimatplaneten Berlin erreicht hatten. Unglaublich. Im gleichen Moment schwor er sich, dass nächste Mal genau darauf zu achten, ob sein Tank voll genug war.

„Ist das… Blut?“, er schaute ungläubig auf seine Hände. Dann jedoch wischte er den Gedanken schnell beiseite und richtete sich auf.

„Ah, Sie sind wach, Käptn“, hörte er eine Stimme neben sich. Sie gehörte dem Commander, der ein freches Grinsen aufgelegt hatte. Etwas zu frech für den Geschmack des Käptns.

„Nu packen se ihr Gebiss mal ein und gem se mir n Lagebericht, aber n bisschen plötzlich“, brummte Binner. Das Grinsen schwand augenblicklich.

„Wir sind zurück in Berlin, Sir“, erwiederte Commander Felixxx.

„Gehe ich recht in der Annahme, dass sie traditionell in Ihrer Stammbar vorbeischauen wollen?“

Der schmerzende Kopf war augenblicklich vergessen und die blauen Augen des Käptns hellten sich auf.

„Natürlich, Felixxx, was dachten Sie? Bringen Sie uns dort hin!“

„Schon erledigt Sir“, schmunzelte Felixxx erneut. Beim abermaligen Blick durch das Außenfenster wurde Käptn Binner der neonpinken Leuchtreklame gewahr, welche direkt über dem Eingang der legendären Milchbar prangte. Sie war bekannt für die vielen zwielichtigen Gestalten, welche vor allem nachts den Weg hierher fanden. Hier traf man auf tattoowierte Muskelmänner, alternative Ökoschamanen und vor allem auf die allerschlimmste Sorte: Musiker. Käptn Binner war einen Moment lang peinlich berührt.

„Meine Herren, zwei Stunden Landgang. Feiern Sie unseren Erfolg gebührend“ und nach einer kleinen Pause fügte er etwas kleinlaut hinzu: „Aber übertreiben Sie es nicht!“

Gruß,

Eurer Felixxx


05.09.2010 – Tourbericht Plauen und Leipzig

Guten Morgen.

Heute melden wir uns live aus der Küche von HerrBinner! Kaffee schmeckt (denn in der Küche gibts genug davon!) und wir ziehen eine Bilanz: Tourwochenende in Sachsen. Was war es wieder herrlich! Nette Menschen sowie begeisterte Fans haben uns erneut einen Traumhaften Wochenausklang beschert. Diesmal standen Plauen (nein, nicht Plau am See!) und die Sternburg Bier Brauerei in Leipzig auf dem Plan.

Freitag. Die Biertenöre treffen doch recht spät in der schönen Kleinstadt im sächsischen Grenzgebiet ein. Das Irish Pub präsentiert sich mit einem urigen Ambiente und wir fühlen uns (trotz Ein-Quadratmeter-Bühne) sehr wohl, denn: Als wir eintreffen ist der Laden bereits VOLL! Vers Torben gibt uns auch diesmal wieder die Ehre, als unsere Vorband das Publikum anzuheizen, was wir ihm in seiner Stammkneipe heute mehr denn je gönnen. Auch ein alter Bekannter taucht auf: Markus aus (der Nähe von) Berlin hat den weiten Weg zu uns auf sich genommen, um mit uns zu feiern. Schön.

Der Abend verläuft feucht fröhlich und nach anfänglichem zögern (was ich persönlich ja auf sprachliche Diskrepanzen und teilweise Missverstehen schiebe:) Genießt augenscheinlich der ganze Laden unseren Auftritt. Nach etwa zweieinhalb Stunden verabschieden wir uns dann mit dem üblichen Paukenschlag und sind mehr als zufrieden. An dieser Stelle danke an Vers Torben (für Vermittlung, Vorprogramm und Verienwohnung:) und auch an das schwer arbeitende Theken-Team des Irish Pub Plauen!

Nach einer kurzen Nacht aber dafür einem ausgedehnten Frühstück geht es für uns dann weiter nach Leipzig…

Ein Traum wird wahr!

Die BIERTENÖRE spielen erstmals dort, wo man sie am ehesten vermuten würde: in einer BRAUEREI. Hinzu kommt natürlich unsere allseits bekannte Affinität zu der Marke Sternburg Bier. So spielen wir also in der gleichnamigen Brauerei mitten in Leipzig. Und das nicht unvorbereitet (und jetzt kommts…): Noch vor unserem Auftritt kleiden wir uns im ansässigen Fanshop neu ein und betreten die Bühne in unseren nagelneuen Sternburg-Trainingsanzügen. Leute, lasst euch das gesagt sein: Das wird bis auf Weiteres unsere neue Uniform!

Kleider machen einfach Leute. A propos Leute: Der Brauhof war voll und nach anfänglichen Zögern tanzten und sangen die Leute mit uns. Ein Bild für die Götter (vor Allem, wenn Frauen ein Lied wie Miststück so abfeiern *g*). Eine Stunde Spielzeit, die dicht an dicht einen Gassenhauer nach dem anderen hervorbrachte und in der wir das grandiose Flair des Festes abfeierten. Zum Abschluss wurde uns trotz der begrenzten Zeit eine Zugabe gegönnt. Vielen, vielen Dank an alle Zuschauer und –hörer! Ihr ward echt toll!

Nach dem Konzert haben wir noch viele Leute getroffen und nette Gespräche geführt. Auch Markus war wieder dabei und alte Bekannte aus den vorherigen Konzerten in und um Leipzig. Es war uns wirklich ein (Sternburg-Fan-) Fest!

Und nun noch einen Kaffee und einfach nur zufrieden sein.

Bis demnächst,

Euer Felixxx


25.08.2010 – Tourbericht UJZ Peine & Kalles Hochzeit

Hey, hey, hallo!

Habt ihr uns vermisst? Keine Panik, wir sind nicht eingeschlafen. Nein, vielmehr bereiten wir uns zurzeit darauf vor, unser nächstes Album in eine Silberscheibe umzusetzen. Trotz vieler privater Verpflichtungen und Prüfungstermine war es uns dennoch möglich zwei Konzerte in den vergangenen Wochen zu bestreiten, welche unterschiedlicher nicht sein könnten. Das erste fand im (wieder mal) niedersächsischen Peine statt und war das Punkfestival „UJZ Peine Open Air“, dass zweite war ein privates Konzert auf der Hochzeit unserer lieben Freunde Kalle und Claudi aus Uelzen…..

Zunächst nach Peine:

Ankunft im Sonnenschein, obwohl kurz vorher noch das graue Wetter herrschte – was will man mehr? Doch was ist das? Das zuvor groß angekündigte Festival scheint in diesem Jahr leider einen Besuchereinbruch zu erleben. Bei den meisten Bands, welchen wir dort lauschen durften, sind meist nicht mehr als 30 Zuschauer vor der Bühne anzutreffen. Viele der Besucher tümmeln sich zudem scheinbar lieber am Bierstand, als die Musik abzufeiern. Dabei haben uns die Bands sehr gefallen. Insbesondere die Band des Veranstalters „Die asozialen Superhelden“ und vor allem die Punkszenegröße „SSkaliert“, welche direkt vor uns spielten. Was uns dann jedoch wiederum überaus freute, war die Tatsache, dass sich die Menge zu Beginn unseres Auftrittes dann doch noch fast verdoppelte und wir auf ein passables Publikum blicken konnten, welches sich scheinbar trotz der späten Stunde an unserer Musik erfreute. Nach einem recht langen Konzert verabschiedeten wir uns, um anschließend noch mit den Besuchern zu trinken und zu feiern.

Eine Woche später finden wir uns dann mit neuem Dresscode in Uelzen ein. Diaz und Binner sind bereits seit einigen Tagen dort und hielten so das angehende Brautpaar auf trab. Ich selbst kam pünktlich vor der Trauung an, während der der Pastor mehrmals den geheimnisvollen Vornamen von Herrn Binner preis gab, denn dieser kümmerte sich um die musikalische Begleitung in der Kirche. Es folgte eine wilde Gratulationsorgie bevor wir dann gefühlte 2 Stunden hupend in Kolonne durch die Innenstadt fuhren.

In einer Fachwerkhalle direkt am See wurde dann die Feier eingeleitet mit Essen, Tanz und Musik, bevor wir zu späterer Stunde und nach einem Feuerwerk in die Saiten griffen. Und was soll ich euch sagen, es ist kaum zu glauben, aber die Biertenöre sind TANZBAR! Die ganze Gesellschaft ließ nicht einmal von der Tanzfläche ab und feierte mit uns ein großartiges Konzert.

Es wurde noch bis in den frühen Morgen gefeiert und ich muss sagen, es war eine der schönsten Hochzeiten, die ich je erlebt habe. Die Biertenöre wünschen dem glücklichen Paar auf diese Weise noch einmal alles, alles Gute!

Und wir sehen uns dann spätestens nächste Woche in Leipzig auf dem Sternburg Fan Fest!

Bis dann,

Euer Felixxx

28.07.2010 – Königreich Südwinsen Festival

Liebe Leserschaft.

Ich habe heute etwas zu verkünden: Ich bin verliebt.

Es hat mich ziemlich hart erwischt. Und das nur an einem Wochenende. Und jetzt befinde ich mich in einem Dilemma, denn ich kann meine geliebte erst in einem Jahr wiedersehen. Was meine Freundin dazu sagt? Och, das passt schon, sie versteht das. In wen ich verliebt bin? Na ganz einfach: Ins Südwinsen Festival!

Das Festivalwochenende war unbeschreiblich und Schande und Schmach über alle, die nicht da waren: Selber Schuld ;D

Aber fangen wir am Anfang an.

Da wir uns während des Sommerlochs immer etwas schwer tun, Auftritte zu bekommen, dachten wir uns diesmal, wir gehen Stress und eventuellen Staus aus dem Weg und reisen einfach schon am Freitag an. So konnten wir bereits am Abend die Konzerte, sowie den Alkohol genießen und entspannt im Festivalfeeling aufgehen. Auch diesmal war Vers Torben mit dabei. Der hat in Hamburg außerdem die Mone aufgegabelt und gleich mitgebracht. Bei der Errichtung unseres Lagers befestigten wir stilecht eine Biertenöreflagge in der Mitte. Mit aller Kraft konnte ich Binner später davon abhalten, einen Wassergraben auszuheben und Barrikaden zu bauen.

Der nächste Morgen begann mit Frühstück auf dem Festivalgelände und langsamen drauf Einstellen, dass wir den Samstag musikalisch einleiten würden. 12:30 Uhr gings dann los. Trotz der Frühe und des noch etwas feuchten Wetters waren schon mindestens 200 Leute da, denen man nicht ein Bisschen Müdigkeit anmerken konnte. Vers Torben legte einen gelungenen Feierauftakt hin und wir stiegen ins Geschehen ein. Vorbildlich hatten wir nur ein Bier mit auf die Bühne genommen… naja gut, es war eine Zweiliterflasche… aber dafür belohnten wir die Frühaufsteher auch mit einem Fässchen Freibier am Bühnenrand, welches sich dankbar in etwa 5 Minuten verflüchtigte. Ab diesem Zeitpunkt hatte Binner eine ganze Punkkompanie zu Füßen sitzen, welche nicht mehr weichen wollten.

Nach anderthalb Stunden beendeten wir unser erstes Planmäßiges Set und stiegen unter Jubel vom Podest. Die nächsten drei Stunden wurden gechilled und Kräfte gesammelt, die Leute wie ich, die sich um 9:00 Uhr die erste Halbliterflasche Bier aufgemacht haben, auch bitter nötig hatten. Um 16:00 Uhr fand dann unser planmäßiges Revival statt und wir enterten abermals die Podeste. Diesmal hatte sich das Publikum in etwa verdoppelt und die Feierlaune kannte keine Grenzen. Die Leute sangen lauthals mit, tanzten und lachten zur Musik. Es war ein wirklich wunderschöner Anblick. Die Stunde Spielzeit ging auch viel zu schnell vorbei und bei der letzten Zugabe stürmten wilde Freunde unserer Musik die Bühne.

Ich gebe zu, ich traue mich immernoch nicht, von Fans zu sprechen, denn ich kann nicht glauben, was wir in diesen anderthalb Jahren geschafft haben… aber es scheint euch zu gefallen. Vielen Dank an euch!

Bei unserem Wegtreten proklamierten wir noch schnell die Überraschung des Tages: Eigens für uns wurde eine Extrabühne unter dem großen Pavillon gegenüber der Hauptbühne eingerichtet. Wir sollten in den folgenden Umbaupausen weiterspielen. An dieser Stelle ein megahammer Dankeschön an alle Organisatoren und Helfer des SüWi Festivals, die uns das ermöglicht haben. Ich hoffe, wir haben euch nicht enttäuscht!

Nach dem Auftritt brachten wir unser Equipment an die andere Bühne und was sehen wir? Etwa 15 Leute haben sich bereits Bänke besorgt und vor der Bühne postiert. Ob ihrs glaubt oder nicht, die haben glatt 2 Stunden auf uns gewartet. Ihr seid doch alle irre! ;)

Alles in allem haben wir insgesamt sechs Auftritte gehabt und etwa dreieinhalb Stunden Party gemacht. Die Nacht war unglaublich, vor allem als wir unser Idol TV Smith trafen. Die Letzten von uns halfen dann noch, die Coktailbar zu leeren, damit kein überflüssiger Alkohol wieder verstaut werden musste.

Am nächsten Tag gings dann früh gen Heimat.

Es war wahrlich ein Fest. Und wie letztes Jahr heißt es auch diesmal: Südwinsen, WIR KOMMEN WIEDER ;)

Euer Felixxx

12.07.2010 – Tourbericht von Storkow bis Rostock

Ja, was war das denn??

Hey, ich bin jetzt mal ganz ehrlich: Meine Erwartungen in einem Etablissement namens „Kegelpub“ irgendwo mitten in Brandenburg, im Land der Möglichkeiten, zu spielen und dafür Erfolg zu ernten waren sicherlich nicht wirklich groß. Aber mit dem, was uns dort gestern empfing, hätte man wohl auch sonst nirgends gerechnet. In einem Satz: Es war der Wahnsinn. Die Storkower wissen wirklich, wie man feiert.

Dabei begann unser Wochenende, wie in letzter (Urlaubs-) Zeit häufiger, mit Stau auf der Autobahn. Vers Torben kam mit etwa zwei Stunden Verspätung und mindestens 50°C im Auto bei mir in Braunschweig an. Die Fahrt Richtung Berlin allerdings verlief dann ohne weitere Vorkommnisse. Drei weitere Stunden später führen wir in Queen Mary Manier winkend am Kegelpub vorbei und ließen uns den Teppich ausrollen.

Kaum ausgestiegen, hatten wir auch schon Bier und Bratwurst in den Händen. Schnell aufgebaut und dann ging es schon bald los. Torben lieferte wieder einmal ein grandioses Vorprogramm ab und anschließend betraten wir die Bühne.

Und……… der Laden brannte.

Es war wirklich irre zu sehen, wie sich unser eigener Spaß auf den Laden übertragen ließ. So viele nette Menschen auf einem Haufen und alle feierten mit und das auch noch nach zwei gespielten Sets und zwei Zugaben… einfach schön.

Geschlafen haben wir dann in einem extra für uns fertig gestellten Neubau direkt am See. HerrBinner und Diaz konnten sich auch nicht zurück halten und testeten gleich die Wassertemperatur, während Torben und ich uns unserer voyeuristischen Natur hingaben :)

Schön wars und nun noch mal ganz offiziell: DANKE STORKOW. WIR KOMMEN WIEDER!

Alsdann folgt also wieder meine obligatorische Schreibpause. Wir sitzen im Auto im Stau auf der Autobahn Richtung Rostock. Bis Morgen!

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Wow… drei Stunden Stau. Das nagt an den Nerven. Vor allem, wenn es im Auto mindestens 40°C sind. Angekommen sind wir dann trotzdem mehr als rechtzeitig, so dass wir noch etwas Zeit zum chillen hatten. Auf dem Programm Stand heute die Geburtstagsfeier von Christian, der uns bereits am 30. April in Schwerin mit seiner Anwesenheit beehrte. Natürlich ließen wir den Besuchern noch die Zeit, mit der deutschen Mannschaft zu zittern, bevor wir dann loslegten. Natürlich spielte zunächst der Torben, welcher heute großen Mut beweisen sollte, bei der Auswahl gewisser Texte ;) Aber wer mag schon Frankreich…. *g*

Jedenfalls war die Stimmung gut und wir rockten anschließend ordentlich ab. Und es war so warm… so warm, dass sogar Binners Gitarre anfing zu schwitzen. Wie sagte er so schön: „Sonst trinken wir, um zu feiern. Heute trinken wir, damit wir nicht sterben.“

Mit einer kleinen Pause spielten wir etwa bis halb eins und versuchten uns anschließend abzukühlen. HerrBinner, Diaz und Christian waren sogar noch so fit, dass es nach Warnemünde an den Strand ging.

Die Nacht war kurz, aber es hat sich gelohnt! Es war uns wieder mal ein Fest, die Hansestadt zu besuchen. Machts gut und bis in zwei Wochen, wenn wir dann das Südwinsenfestival rocken!

Euer Felixxx

 

01.07.2010 – Tourbericht von Uelzen bis Peine

Hallo Freunde des hopfigen Geschmacks!

Ja, ich gebe zu, ich bin mal wieder zu spät, wie so oft im Leben. Aber dafür werde  ich heute etwas weiter ausholen. Dank modernster Technik sitze ich nun gerade im Auto nach Peine und bin dennoch durch das Web 2.0 mit euch verbunden… was haben wir  nur all die Jahre gemacht?

Unser letztes Tourwochenende (einige werden sich erinnern) spielte sich in Uelzen und Umgebung ab. Tag 1: Das Café Mephisto mitten in Uelzen. Lauschiges Ambiente und als wir mit unserem deluxe Mercedes direkt vor der Tür in der Fußgängerzone hielten, waren bereits viele nette Menschen vor Ort, die uns aufs herzlichste empfingen. Schön war auch der Blick von unserem allseits geliebten Kalle, der vor dem Laden saß, als wir mit dem kapitalistischen Wohlstandsgesellschaftsgefährt vorfuhren. Motiviert und erfreut über viele bekannte Gesichter gingen wir einem netten Abend entgegen. Leider gab es während des Konzertes einige technische Probleme, welche die Stimmung jedoch in keiner Weise zu beeinflussen schienen.

Auch dieses Mal begleitete uns unser neu gewonnener Freund und Vorprogramm Vers Torben, der erneut sein grandioses Programm zum Besten gab. Er fährt übrigens gerade den Ford Fiesta, in dem wir mitsamt des musikalischen Gepäckes Dank hervorragender Verstaukompetenzen trotzdem noch atmen können.

Der nächste Tag war eine Heimreise. Kalle Paulussen und Claudia Zittlau hatten wiedereinmal zum legendären Spielunke-Keller-Konzert geladen, bei dem wir nun schon so oft zugegen waren. Diese Konzerte lassen sich in einem Satz zusammenfassen: Freibier, frei Essen, Musik den ganzen Abend und feiern mit Leuten, die man spätestens am Ende des Abends seine Freunde nennt. Es war einfach wieder schön. Es gab allerdings eine Gegenveranstaltung, für die wir unsere Pause gerne etwas verlängerten: Der Eurovision Song Contest. Siegestrunken feierten wir, wie schon so oft, bis in die frühen Morgenstunden. Auch Jan enttäuschte uns nicht und schlief, seiner Natur gemäß, Anfang des zweites Sets auf dem Boden vor der Bühne ein… nachdem er eine Wette gewonnen hatte, bei der er etwa einen Liter Bier exen musste. War wohl unsere Schuld diesmal ;)

Wie schon erwähnt, sind wir also gerade auf dem Weg nach Peine von Lüneburg kommend. Dort erlebten wir ebenfalls einen netten Abend im Jekyll und Hyde. Ein sehr gemütliches Ambiente mit Kamin im Raum. Gute Stimmung und Männer in Kleidern beschreiben diesen Abend wohl ganz gut :) Einziger Wermutstropfen: Leider ist im Vorfeld wenig Werbung gelaufen, wodurch der Laden nicht wirklich voll war. Und erschwerend kommt hinzu, dass es wohl ein Missverständnis gab, wodurch wir als „Binner, Biertenöre“ angekündigt wurden. Man kann aber auch echt nicht erwarten, dass man, wenn man eine Band bucht, auch noch nachschaut, wie sie richtig heißen und was für Musik sie eigentlich machen. Dennoch hatten wir Spaß und haben abermals viele neue Leute kennen gelernt. Außerdem haben wir aus dem Dekofundus des Ladens kurz vor der Abfahrt noch ein sechsseitiges Banjo erworben. Vielleicht hört ihr dann demnächst geilen Westernsound von uns :)

An dieser sei eine kleine Zäsur gesetzt, da wir nun vorm Laden in Peine  stehen und darauf warten, dass dieser öffnet. Haben gerade schon ne Fotosession abgehalten. Außerdem sind wir hier auch schon für das UJZ Peine Open Air angekündigt. Man darf gespannt sein! Ich steig jetzt mal aus dem Auto, denn die Organisatorin der „Garage“ ist gerade angekommen. Bis morgen!

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GÄÄÄHHHN!

Das war mal ne lange Nacht. Nach abermals anfänglichen Schwierigkeiten (irgendwie ist daa im Moment der Wurm drin…) hatten wir dennoch großen Spaß. Besonders unsere Ein-Mann-Vorgruppe Vers Torben rockte diesmal so richtig die Bude. Viele auch unbekannte  Leute waren da und haben mitgefeiert, als wir das erste Mal ohne Pause ein Konzert gespielt haben. Ganz schön anstrengend aber gut :) Einen VIP Gast hatten wir auch: Der Henning von den Dolly Busters war zugegen (sogar mit seiner eigenen Webdisignerin;). Ein großartiges Duo, welches ihr euch tunlichst mal anhören solltet. Der Abend hat großen Spaß gemacht und die größte Ehre, die mir zuteil wurde, war das Lob eines Zuschauers mit „harmlos“ T-Shirt. Übernachtet haben wir schließlich beim Voi, den wir erst nach etwa weiteren anderthalb Stunden Privatkonzert zufrieden stellen konnten. Und am nächsten Morgen gings dann bei strahlendem Sonnenschein zurück in unsere jeweiligen Heimaten und zum Spiel England gegen Deutschland…

Somit freuen wir uns tierisch auf das Konzert in 2 Wochen. Der Sommer ist lang und wir feiern weiter!

Machts jut,

Euer Felixxx

 

24.05.2010  - Tourbericht Itzehoe und Flensburg

Besser zu spät als nie! Hat etwas gedauert, aber ehrlich gesagt musste ich auch erstmal verarbeiten, wie geil das letzte Wochenende war. Zwei Tage voller Leute kennen lernen, Freunde treffen, trinken und Spaß haben… aber hey: eins nach dem anderen ;) ….

Vorweg: Es ist verdammt hart, wenn Vatertag direkt vor einem Tourwochenende liegt… *hüstel*….

Diesmal ganz ohne Fahrer treffen sich die Biertenöre ganz klassisch im Hamburger Bahnhof um nach der Befragung von kompetenten Bahnmitarbeitern (waren nicht leicht zu finden…) in Richtung Itzehoe weiterzureisen. Einige großartige Gespräche und ersten vergeblichen Flirtversuchen im Zugabteil später erreichen wir unser Ziel und treffen dort auf unser grandioses Vorprogramm an diesem Wochenende: Vers Torben. Ein großartiger Mann, soviel sei hier gesagt. Kurz bevor wir dann ins Auto steigen, werden wir noch angesprochen: „Ey, ihr seid doch die Biertenöre?! Wir sehen uns dann nachher…!“ Leute – jetzt mal ganz ehrlich – uns gibt es jetzt anderthalb Jahre… So ein Augenblick ist einfach nur schön für mich :) Danke!….

Kurze Autofahrt und schon stehen wir vor der Lauschbar, wo wir auch gleich von vielen Leuten begrüßt werden: Da sind zum einen die Eltern Torbens, Angela und Günther, welche uns heute den Schlafplatz sichern und einfach nur wahnsinnig nette Menschen sind :) dann Mone und Vicki die ebenfalls (wieder einmal!) den weiten Weg aus Hamburg zu uns gefunden haben und eine Gruppe punkiger Leute, die uns letztes Jahr in Kiel gesehen hatten. Auch André, der Mundschenk des heutigen Abends, ist sichtlich erfreut heute die Hütte voll zu bekommen! Kurz aufgebaut und lang gefreut: Torben hat uns einen Kasten Sternburg Bier besorgt – wie geil!….

Schon bald geht’s los und Torben spielt seine ersten Lieder. Ich muss sagen: Respekt. Grandioser Künstler mit einer gesunden Portion Selbstironie und genialen Texten. Ich habe wirklich gut gelacht. BUCHEN SIE VERS TORBEN! – Ende des Werbeblocks…..

Der Laden ist mittlerweile wirklich voll und nun ist es soweit: Drei angetrunkene Halunken gesellen sich neben Vers Torben auf die Bühne, der uns während des gesamten Konzertes im Biertrinken unterstütz und starten die Show. Alle sind guter Dinge, die Leute haben sehr gute Laune und wir haben auch wieder mal das Glück, einen Namen-tanzenden Waldorfschüler aufzutreiben. Vielen Dank an dieser Stelle an Mone, die mir bei meinem Becks-Lied spontan eine ebensolche Flasche organisierte. Das war ganz großes Tennis :) ….

Nach unzähligen Songs, 2 gespielten Orgasmen, einem Kasten Bier und drei Sets mit Vers Torben vorweg ist das Konzert schließlich vorbei und wir gesellen uns unters Volk. Danke an dieser Stelle für die zahlreichen T-Shirt und CD Käufer! Ihr habt uns die Heimfahrt gesichert  ;) Es wird spät und nachdem wir verhindert haben, dass ein Binnerfan seine Freundin an ihn verkauft, schaffen wir es schließlich zu Torbens Eltern.

Nach einer kurzen aber geruhsamen Nacht und einem Hammerfrühstück geht es weiter Richtung Torben…..

Equipment ist kein Problem, schließlich haben wir in einem Jahr gelernt, wie man vier Leute mit Gitarren und Extras in winzige Autos bekommt. Auf nach Flensburg!….

Da Diaz leider die Karten für die Flensburger Brauereiführung mit anschließendem Restaurantbesuch in Berlin hat liegen lassen, entschließen wir uns noch etwas Werbung in der Stadt zu unternehmen. Das Wetter spielt mit und so auch wir. Somit unterhalten wir genau wie letztes Jahr den Nordermarkt mit einigen Kostproben und vertreiben uns so die Zeit…..

Um sieben stehen wir dann vorm Hummelseck und bitten um Asyl, welcher uns gewährt wird. Der eigentliche Besitzer, Dicki, ist jedoch heute abkömmlich, deshalb haben wir das große Vergnügen mit dem Barmann Lorenz zu arbeiten. Dieser kredenzt uns zunächst ein reichliches Mahl und beweist uns dadurch hervorragende Kochkünste…..

Mit vollem Magen geht’s ans Aufbauen und rasend schnell füllt sich der Raum, so dass wir bald anfangen können. Auch heute ehrt uns Torben mit seiner Anwesenheit und die Stimmung steigt. Auch Tanja, unsere VerdiJugend-Organisatorin aus Schwerin, ist anwesend und mit ihr auch noch weitere alte Bekannte: Ariane-Isabell und Patrick, die uns letztes Jahr beim Rock am Rhin besuchten, feiern heute auch mit…..

Ein Höhepunkt des Abends: Ein anwesender Jurastudent wird mir vorgestellt und es stellt sich heraus, dass er „All in One“ spielen kann. Rauf auf die Bühne und los geht’s ;) ….

Es ist heute für mich ein besonders schöner Abend und alle sind zufrieden, besoffen und glücklich. Die „Aftershow“ dauert noch lange und schließlich fallen wir alle müde ins Bett….

Nach einer noch kürzeren Nacht als zuvor geht es dann auch schon wieder auf den Heimweg mit Zwischenstopp bei Familie Dennecke in Itzehoe. Es war das “viele-nette-Leute-Wochenende”!….

Die Sonne scheint, das Wetter ist schön!….

Bis Uelzen,….

Euer Felixxx….

 

05.05.2010 Tourbericht Schwerin und Göttingen

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So würde es sich wohl anhören, wenn ich diesen Text gerade vorlesen würde, denn meine Stimme hat das letzte fette Wochenende leider nicht ganz überlebt… Ist das nicht einer der besten Beweise für drei gelungene Konzerte?

Wie sollte es anders sein, war ich auch diesmal wieder der erste, der sich ins öffentliche  Verkehrsnetz stürzen musste. Freitag 30. April – auf nach Berlin… „könnte lustig werden…“ dachte ich und sollte bestätigt werden, denn ab Magdeburg nahm das Aufkommen von sowohl an akutem Haarausfall leidenden deutschen Mitbürgen als auch an Uniformierten adretten Gesetzesverteidigern immer weiter zu. Mit dieser Zunahme ging allerdings auch eine fortwährende Zugverspätung einher. War aber nich schlimm. Denn als ich im HBF Berlin eintraf, war lediglich HerrBinner anwesend. Ich entdeckte ihn zwischen den ganzen zum Freundschaftsspiel angereisten Haarlosen Menschen

Nachdem Herr Binner diese jedoch mit einer hoch intelligenten Diskussion und der Chewbacca Taktik in Grund und Boden geredet hatte, was ihre Hirne zum schmelzen brachte, konnten wir nun ungestört mit den mittlerweile eingetroffenen Diaz und Bönx starten…..

Bönx sollte dieses Wochenende unser Fahrer sein und somit hatten wir das Privileg in einer alten Mercedes Limousine (ich kenn mich da nicht so aus, aber die heißen, glaub ich, Strech-Limo) mit Zebramuster nach Schwerin chauffiert zu werden. Nach kurzem Zwischenstopp bei einem kapitalistischem Essensverteiler an der Autobahn und einer grandiosen Begegnung mit einem fahrenden Schrotthaufen, erreichten wir schließlich ohne Probleme unser heutiges Ziel: Das Café Subversiv in Schwerin

Der Abend war großartig… obwohl ich zwischendurch mit Sachen beworfen wurde… scheinbar mögen nicht alle Menschen Becks Bier… Nichtsdestotrotz hatten wir ein grandioses Publikum und konnten erstmals unsere niegelnagelneuen T-Shirts an den Mann bringen, die ich zuvor morgens um 10 noch in Empfang genommen hatte. Ebenso unsere neuen Biertenöre-Aufkleber.

Wir hatten einfach sehr viel Spaß und knüpften anschließend noch Kontakte mit netten Menschen und schmiedeten gleich wieder neue Pläne, die Weltherrschaft an uns zu reißen…..

Schließlich folgten wir der lieben Tanja in eine unglaubliche Wohnung und entschliefen in die Nacht.

Der nächste Morgen begann mit Kater, Kaffee, Kippe und Kopfschmerztablette. Also völlig normal. Schnell ging es los zum Ver.di Hauptquartier, wo wir Leute einsammelten, die uns dann zu einem Flashmob in die Innenstadt und zur Rathausbühne begleiteten. Oh mann… vor sooo vielen (vor allem alten) Leuten habe ich „Nazis raus“ noch nie gespielt. Aber ich merkte schnell, dass dieser Song wohl zu anspruchsvoll für die Schweriner Bevölkerung war. Anschließend begaben wir uns zum heutigen Auftrittsort: Südufer Pfaffenteich. Wir spielten knappe 2,5 Stunden und stetig kamen Leute hinzu. In der Pause wurden wir dann plötzlich gewahr, dass hinter uns während des Konzertes ein riesiges Kreidegemälde des Biertenöre-Logos entstanden war. Einfach unfassbar…

Die Stimmung war wirklich super und an dieser Stelle noch ein Dankeschön an den Tanzbär und die Sonne, die uns beide die gesamte Zeit nicht im Stich gelassen haben J….

So gings dann ab nach Göttingen. Nach etwa 4 Stunden Fahrt erreichten wir diesmal Wolkes Kreuzberg. Und wieder einmal wurden wir aufs herzlichste von unseren Lieben Wolke, Andrea und Henry empfangen. Nach grandiosen Konzerten der Liedermacher „Die Barhocker“ und „Brot und Wurst“ ließ man uns erneut die Bühne stürmen und es wurde noch eine lange Nacht. Stimmung groß und viel nackte Haut waren die Devise. Ach ja… und Bier ohne Ende, was besonders Diaz und HerrBinner zu spüren bekamen ;)

Etwa gegen 4:30 Uhr bestiegen wir dann unser Gefährt und schlugen Richtung Braunschweig ein…

Ein Wochenende, das sich wahrlich gelohnt hat. Danke an alle Veranstalter und unser Publikum sowie meinen persönlichen neuen Lieblingsfahrer Bönx!

Die Mai, Maier, am Maisten-Tour geht weiter!!!

Euer Felixxx

 

06.04.2010 Tourbericht Rochlitz

Es ist Samstag. Ich fahre seit 3 Stunden mit dem Zug. Keine besonderen Vorkommnisse… ach doch: Beim Umsteigen in Magdeburg verspätet sich mein Anschlusszug durch das eingreifen der Staatsgewalt, denen der Typ dann auch noch durch die Lappen geht ;)

Angekommen in Halle werde ich auch schon im Auto unseres Fahrers und ehemaligen Mitgliedes (zur Zeit in Rocker-Reha;) Thilo mit H begrüßt. Alle sind guter Dinge und nach einer kleinen Irrfahrt aufgrund einer schlecht ausgeschilderten Umleitung erreichen wir schließlich unser Ziel: Rochlitz in Sachsen!

Zunächst scheint nicht all zu viel los zu sein, doch der Laden ist gemütlich und bald auch gefüllt. Bei Konzertbeginn ist die Stimmung sehr gut und wir entdecken altbekannte Gesichter im hauptsächlich aus jungen Punks bestehenden Publikum. Martina und Jan sind weit angereist und haben auch eine Überraschung parat: BIERTENÖRE – BUTTONS. Wie geil!

Das Konzert verläuft gut und der Laden lässt sich gut mitreißen, wenn auch teilweise etwas unkontrolliert ;) und nach dem Konzert scheint es auch jedem gefallen zu haben. Am nächsten Tag ringt man uns das Versprechen ab, auf jeden Fall in diesem Jahr noch einmal wiederzukommen (siehe Tourplan: Treibsand) und schließlich treten wir die Heimreise an.

Alles läuft gut… bis ich in Magdeburg ankomme. Diesmal hat sich die Zahl der Polizisten vervierfacht und sie tragen Kampfanzüge und Helm… Und ich? Ich finde mich inmitten einer Horde Fans des 1. FC Magdeburg wieder. Bis Braunschweig habe ich um Platz im Zug zu kämpfen und werde am Ziel durch einen Tunnel (flankiert von Freunden und Helfern) schließlich in die Freiheit entlassen… und schwöre mir, dass ich demnächst ein Hasslied auf Fußball verfassen werde…

Alles in Allem dennoch ein gelungenes Wochenende!

Wir sehen uns dann spätestens am 1. Mai in Schwerin!

Bis dann,

euer Felixxx

16.03.2010 Tourauftakt Saalfeld – Leipzig

 

Es fehlen mir die Worte…

Es sei zunächst gesagt, dass das, was ich euch jetzt erzähle, in dieser Form unmöglich fassbar sein kann… ihr hättet einfach dort sein müssen.
OK, wir beruhigen uns und berichten: Am letzten Freitag machten sich Die Biertenöre auf den Weg nach Saalfeld. Pünktlich wie die Maurer trafen wir dort ein und wurden sogleich mit unverschlossenen Extremitäten empfangen. Ata und seine Ladies sorgten von Anfang an dafür, dass wir uns pudelwohl fühlen durften (es seien hier vor allem die Literkrüge, das unglaubliche Backstage-Essen und die Unterkunft genannt!!!).
Schon beim Soundcheck wurde uns gewahr, dass dieses Konzert ein ganz besonderes werden würde: Vor dem „fourty one“ sammelte sich bereits eine halbe Stunde vor Einlass eine Schar von… tja… ich muss schon sagen Fans :)
Nach Öffnung der Tore füllte sich der Laden in kürzester Zeit und wir begannen eines der für uns schönsten Konzerte, die wir je spielen durften. binnen der ersten halben Stunden wurde auch noch der letzte Platz mit Menschen belegt. Kurz: es war rappelvoll.
Was uns nun aber wirklich beeindruckte, waren unsere zahlreichen (und vor allem) mitsingenden Gäste. Mal ehrlich Leute: es ist schon peinlich, wenn das Publikum den Text scheinbar besser kennt, als man selbst ;) Einen Riesendank an dieser Stelle an die „Gebrüder Sinnlos“, die den Gig erst möglich machten, dem „fourty one“, die sich haben begeistern lassen und uns einluden, an die Saalfelder Brauerei für die warmen Mützen und an die „Saalfelder Titans“, der weltbesten Footballmannschaft *g*
Ganz ehrlich, wir wollten gar nicht mehr weg. Und aus diesem Grunde schwöre ich feierlich auch im Namen der anderen: Wir kommen wieder! Versprochen!!!
Nach einer schmerzlichen Verabschiedungszeremonie am Samstagnachmittag, wurde schließlich Leipzig angeflogen. Das „Schlechtes Versteck“ präsentierte sich mit ebenso netten Menschen und hatte seinen ganz eigenen Charme. Die Bühne war in einem extra Raum gelegen, der wie ein kleines Theater anmutete. Erstaunlicher Weise fanden sich auch hier einige Leute ein, welche sich ihren Samstagabend extra für uns freigehalten hatten… Ich bin wirklich gerührt, welche Kreise der Name der Biertenöre mittlerweile zieht. Danke, danke, danke!

Auch hier durften wir ein sehr schönes Konzert spielen und anschließend mit euch feiern. Mehr schlecht als recht fanden wir dann den Weg in unsere Schlafgemächer und genossen die wohlverdiente Ruhe.

Alles in allem war dieser Tourauftakt wirklich gelungen und nun wissen wir endlich wieder, warum wir das hier machen: Für das geile Gefühl, dass ihr lieben Leute uns zurück gebt. Danke!

Bald geht es also weiter und wir warten mit angehaltenem Atem.

Euer Felixxx von Die Biertenöre

02.03.2010 – Wir sind zurück!

WIR SIND ZURÜCK

Lange ist es her, dass der letzte Blog hier veröffentlicht wurde und wir müssen sagen: Schande über unsere Häupter. Aber nun ist es soweit und nach einer längeren Winterpause gehen Die BierTenöre wieder an den Start.
Vieles ist inzwischen passiert. Wir hatten grandiose Konzerte, vor allem unsere CD-Release-Party in der Braunschweiger Funzel. Eine CD, die uns alle sehr glücklich gemacht hat (und es nach wie vor tut ;) An dieser Stelle auch noch mal einen ganz lieben Gruß an die Crew von Wolkes Turm in Northeim. Dort haben wir uns wirklich sauwohl gefühlt und werden auf jeden Fall dieses Jahr mindestens einmal vorbeischauen.

An dieser Stelle auch endlich mal ein riesengroßesmagageileshyper DANKESCHÖN an all die Leute, die uns jetzt schon seit über einem Jahr die Treue halten und auch an jene, welche später dazu stießen, jedoch dabei nicht weniger Euphorie an den Tag legten. Ohne euch wäre diese Band für mich nicht mal halb so schön und wir lieben euch alle. Das musste endlich mal gesagt werden ;)

Der Thilo hatte sich ja aus dem Musik-Business zurückgezogen. Die Freude war groß, als er sich doch noch einmal meldete und zusammen mit HerrBinner die Winter EP herausbrachte. Ja, ja, die Musik lässt uns eben nicht ganz so einfach los :)

In den letzten Monaten haben wir unsere Fühler weit ausgestreckt und Kontakte in allen Himmelsrichtungen geknüpft. Demnächst wird es noch weitere Jahrestermine geben, das sei versprochen.

Umso leichter fällt es uns auf die bereits feststehenden Termine hinzuweisen, welche bereits bestätigt sind. Wir starten also nächstes Wochenende mit einem Besuch in Saalfeld im „Fourty One“ und einen Tag später im Leipziger „Schlechtes Versteck“. Hey Leute, es ist unfassbar, was vorher schon von euch zu uns dringt und wir hoffen, dass wir diese Euphorie zur Genüge würdigen können. Auf jeden Fall aber gehen wir von zwei satten Partys aus und Felixxx freut sich schon ganz besonders nach der langen Zeit endlich wieder Quatsch machen zu dürfen!
Natürlich ist das noch nicht alles, denn weitere bekannte und geliebte Ortschaften stehen bereits fest, wie etwa Südwinsen (danke für letztes Jahr auf dieses grandiose Festival), das Hummelseck in Flensburg (war DAS eine geile Party!!!!) und zu mit Abstand auf dem ewigen Platz Eins unserer Herzen: Die Spielunke in Uelzen. Unser wirklich wahres zu Hause ;)

Ihr seht also, das Jahr kann eigentlich nur noch genial werden.
Was wir dieses Jahr noch vorhaben? Gute Frage… Zunächst einmal mächtige Konzerte spielen und mit euch abfeiern. Hinter vorgehaltener Hand planen wir übrigens in unserem geheimen Hauptquartier auf dem Mount Everest bereits die Eroberung der Welt… Ein paar Themen, die wir uns wünschen (und hoffentlich bald anpacken können), sind Fan-Shirts, Aufkleber, neue Plakate, etc…. wann sich diese Träume erfüllen, wird unser vollgeladener Terminkalender demnächst entscheiden.
So hoffe ich, liebe Freundinnen und Freunde, dass wir uns demnächst wieder sehen und vor allem aber hören werden.

Beste Grüße und PROST

Die BierTenöre

11.11.2009 – Namen sind wie Schall und Rauch

Die Band “Bier-Tenöre hat sich durch den Weggang ihres vierten Mannes Thilo mit h nun offiziell in “Die Biertenöre” umbenannt. Aufgrund der internationalen Ignoranz des Buchstaben Ö wird im Internet die Schreibweise diebiertenoere verwendet.

 

04.11.2009 – Das Album ist fertig!

Das Album ist fertig und wir werden in der großartigen Funzel (wo es bereits den ersten Biertenöreauftritt [allerdinge ohne HerrBinner] gab) am 14.11.09 unsere Record Release Party feiern, an diesem Tag werden wir das Album zum Verkauf anbieten. Wer verhindert ist und trotzdem eine CD kaufen (Kostenpunkt: 10€ plus 2,50€ Versand und Porto) möchte, kontaktiert uns vertrauensvoll per Mail!

Das Album umfasst 25 Songs aus der Mark I Phase der Biertenöre (Thilo mit h, Felixxx, Diaz und HerrBinner) und wurde im Juli 2009 bei einem Wohnzimmerkonzert in den THP Studios in Berlin live aufgenommen.

Freut euch mit uns, wenn es bald auch auf der heimischen Stereoanlage heißt: “Wir sind die Biertenöre…”

09.08.2009 – Tourwochenende Kiel und Flensburg

Also Leute ich weiß, dass ich jedesmal schreibe, wie geil das letzte Wochenende war… aber dieses mal… war es einfach nur unbeschreiblich!

Eigentlich sollte der Gig in Flensburg schon ins Wasser fallen, da sich ein paar terminliche Unstimmigkeiten bei uns einschleichen wollten, aber der Dicki aus Flensburg, Besitzer vom HummelsEck, war strickt dagegen… UND DAS WAR VERDAMMTNOCHMAL GUT SO! Ihm ist es zu verdanken, dass wir am Freitag noch den Termin im Unrat vermittelt bekamen.

Ohne große Erwartungen sind wir nach Kiel gefahren. Die Werbung hatte kaum stattfinden können und so rechneten wir nicht unbedingt mit Massen. Aber gegen alle Erwartungen fanden wir den Laden “Unrat” bei Beginn des Konzertes doch gut gefüllt und auch die Stimmung stellte sich schnell auf Betriebstemperatur. Es wurde gelacht, getrunken, getanzt und sogar gestripped… sowohl vor, als auch auf der Bühne. Nach vier Stunden fand sich der Großteil der Zuschauer immer noch im Raum und es kamen sogar noch Leute hinzu. Alles in Allem war es ein wirklich netter Abend und nachdem wir endlich unsere Unterkunft gefunden hatten fielen wir zufrieden ins Bett.
Nach dem Erwachen fanden wir uns in der Kieler Wohnung von Dicki wieder. Ohne viel Zeit zu verlieren starteten wir gen Flensburg, denn wir hatten Großes vor! Angekommen trieb es uns direkt in die Innenstadt der Weltmetropole Flensburg, wo wir uns auf Publikumsjagd machten. Diese Aktion verlief sehr erfolgreich und wir beschallten schließlich den gesamten Nordermarkt, wo wir sogar Applaus ernteten.
Die Belohnung erfassten wir jedoch erst, als das eigentliche Konzert im HummelsEck startete, denn der Laden war bereits zu Beginn der Veranstaltung brechend voll. Dicki musste sogar ein paar potentielle Zuschauer vertrösten, da die zulässige Gesamtmenge an Gästen schon bald überschritten war. Dementsprechend war die Stimmung: Ausgelassen, mit- und hinreißend. Es war eine Wonne zu sehen, wie unsere Stücke und zerebralen Ergüsse mit Begeisterung konsumiert wurden. Dieses Konzert war tatsächlich eines der schönsten für uns und wir danken euch. Und einen Gruß an Dicki, das Mädchen mit der Brille, die Anzugträger, Finch und Co.,die Besatzung vom Unrat und vom Hummeleck und ALLE, DIE SONST NOCH DA WAREN!

Bis demnächst,

Euer Felixxx

28.07.2009 – Tourwochenende Zerbst – Königreich Südwinsen

Oh mein Kopf…

Memo an mich… nie wieder mit einer vollen Flasche Wisky auf die Bühne und mit einer (in mich hinein) entleerten Flasche hinunter… jedenfalls nicht, wenn der Gig am nächsten Tag eine Abreise um 11 Uhr morgens und Nüchternheit am Steuer erfordert…
Aber lassen wir das.

Zerbst war… wie soll ich sagen… OBERKRASS! Die Stimmung war super und in der Atmosphäre von Hausbesetzung, Anarchie und Ostalgie haben wir uns unglaublich wohl gefühlt. Das Publikum war außerdem hochintelligent und erfand ganz nebenbei neue Texte… gut… “UND FICKEN” is jetzt kein langer Text, aber immerhin war dies das erste Publikum, dem wir diese Kreativität überhaupt zuschreiben können :)
50% der Bier-Tenöre schienen ein spontanes Pflichtbewusstsein zu entwickeln und verschwanden früher als erwartet im Bett. Leider war ich über diesen Grad der Vernunft bereits bei Abtritt von der Bühne meilenweit hinweggeschritten, so dass es noch zu nächtlichen Privatkonzerten kam… irgendwann jedoch tröpfelte die Erinnerung eines weiteren Auftrittes am nächsten Tag in meinen Schädel und so legte auch ich mich darnieder.

Der Mangel an Wasser wurde mir nach dem Erwachen schmerzlich bewusst. TAGESLICHT IST BÖSE!!! Egal, gejammert wird, wenn ich tot bin. Auf ins Kleinkönigreich Südwinsen!

Ohne Zwischenfälle (mal vom Wetter abgesehen) kamen wir in Südwinsen an, gerade rechtzeitig, um unsere Sachen auf die Bühne zu tragen. Durch die Absage der ersten Band waren wir nun also Opener des Festivalsamstages, was wir gnadenlos ausnutzten. Ein für die Uhrzeit erstaunlich großes Publikum scharrte sich um die Bühne und als es endlich losging konnte man die gute Laune von Südwinsen spüren. Nach einer fetten Party auf und vor der Bühne begaben wir uns ersteinmal zum Zeltaufbau, um danach direkt ein Privatkonzert auf dem Zeltplatz zu veranstalten. Wir hatten großen Spaß.

Als uns dann mitgeteilt wurde, dass eine weitere Band abgesagt hatte und wir noch einmal spielen sollten, mobilisierten wir den halben Zeltplatz und spielten dieses Mal halbnackt vor noch mehr Leuten.

LEUTE, DANKE, ES WAR GEIL!

Die Nacht war nicht weniger unspektakulär und es wurde noch bis spät in die Nacht musiziert und getrunken.

Zerbst und Südwinsen, wir kommen wieder!

Gruß,
Euer Felixxx

18.07.2009 – Die mächtigste Platte der Welt

Die Scheibe kommt!

Am 18. Juli war es soweit. Die Bier-Tenöre, die mächtigste Band der Welt, vereinten sich erneut in Berlin, um dort zunächst ein Konzert zu spielen und anschließend ein Thilos Studio zu reisen und dort ein Life-Album aufzunehmen. Viele Leute fanden den Weg zu uns und Unterstützten uns in Form von Publukium. Seit diesem Tag sitzt der Thilo brav am Schreibtisch und mischt ab.
Einen genauen Titel gibt es allerdings noch nicht, auch, wenn bei uns sehr viele Ideen durch unsere narkotisierten Hirne flattern. Vielleicht habt ihr ja Lust hier ein paar Ideen verlauten zu lassen. Unter den Einsendungen wird einmal Sex mit Binner verlost. Also viel Glück… wozu auch immer :)

Der Felixxx

27.06.2009 – Tourbericht Celle-Hannover

Hallo!

Ich weiß, ich habe einige Termine ausgelassen, aber die werde ich vielleicht noch nachreichen… Aber das letzte WE war einfach so derbe geil, dass es mir in den Schreibfingern juckt!

Am 26. Juni sollte es soweit sein: Zum ersten Mal gaben die Bier-Tenöre ein Konzert in meiner alten Heimatstadt Celle. Und als wäre das nicht schon schön genug, fand dieser Gig auch noch in meiner ehemaligen Stammkneipe „Gegen den Strich“ (GDS) statt. Die beiden Betreiber des urigen und doch sehr geräumigen Etablissements hatten sich tatsächlich dazu breitschlagen lassen, ein Konzert der vier Kneipenchaoten auszurichten.

Anfangs galt es noch einige kleine Technische Schwierigkeiten zu besiegen, die aber durch den netten Einsatz der CD-Kaserne Celle behoben werden konnten. Dafür an dieser Stelle noch einmal ein großes Dankeschön.

Den Startschuss gab es dann etwa um 21.30 Uhr. Zwar war der Konzertraum nicht wirklich gefüllt, aber das machte der Stimmung keinen Abbruch. Der Vorteil für drei der Tenöre war, dass das Konzert im Raucherbereich (verdammt riesig das Ding!) stattfand und daher keine Entzugserscheinungen durch Nikotinmangel auftraten. Für mich war das allerdings eine Qual, denn seit Montag rauche ich nicht mehr ;)

Die Stimmung war durchweg wirklich super. Besonders die Uelzener Fraktion war außer Rand und Band. Außerdem fanden sich noch bekannte Gesichter aus Eschede, Celle und Winsen. Alles in Allem war es ein schöner und lustiger Abend.

Nach einer recht angenehmen Nacht und einem ausgiebigen Frühstück ging es dann Richtung Hannover. Die Fahrt erwies sich als äußerst problemlos, obwohl weder Thilo noch Felixxx den genauen Weg kannten. Zur Belohnung gab es dann auch erstmal den traditionellen Burger auf der Limmer Straße und einen kleinen Einkaufsbummel, bis sich um 17 Uhr die Tore des Béi Chéz Heinz auftaten und wir auf  Hydrant, die erste Band des Abends stießen.

Kaum  waren die Aufbauarbeiten abgeschlossen lugten auch schon die ersten Gäste durch die Tür. Wir erfuhren ganz nebenbei, dass uns die Hannoversche Zeitung einen noch mächtigeren Namen verliehen hatte, als er es so schon ist: „…heute Abend im Béi Chéz Heinz: DIE BIER!“ Welche Ehre… Und Ehre wurde uns vor allem auch durch das wahnsinnig geniale Publikum zu Teil. Leute… ihr wart einfach der Hammer! Nach 3,5 Stunden immer noch Zugabe zu rufen und dabei über Verspieler, kaputte Stimmen und Stromausfälle noch hinweg zu sehen, ist wirklich mächtig. Ich glaube, ich lüge nicht, wenn ich sage: Hannover war bisher eins der geilsten Konzerte von Die Bier-Tenöre. Ich persönlich war mehr als nur einmal sprachlos. Wir danken euch und verneigen uns in Ehrfurcht!

So… ich muss jetzt erstmal Schlaf nachholen.

Bis zum nächsten Mal,

euer Felixxx von Die Bier-Tenöre

25.03.2009 – Tourbericht Schwerin-Rostock

Es ist vollbracht!

Das erste offizielle Tour-Wochenende der Bier-Tenöre liegt hinter uns. Alkohol, Exesse und grandiose Musik haben uns begleitet.
Los ging der Tanz am Freitag in Schwerin. Nach anfänglichen Schwierigkeiten die Lokalität auszuspähen, begann der Abend für uns doch sehr entspannt mit Schnitzel und Bier im Zeppelinclub. Bald schon zeigten sich auch bekannte Gesichter, nämlich Mone und Nora aus Hamburg, die extra den weiten Weg unseretwegen auf sich genommen hatten. Nach und nach füllte sich also der Club und kurz nach 22:00 kletterten wir zitternd (ob vor Lampenfieber oder vor Alkohol sei mal dahingestellt) auf die Bühne.Ganze vier Stunden dauerte der Spaß an, den das Publikum (sogar ’der Lange’, unser Techniker!!) forderte stets noch eine weitere Halbe Stunde, wenn wir uns daran machten, von den Brettern die die Welt bedeuten zu kippen…
Nach wirklich schöner Show (WIR hatten auch seeeehhhr viel Spaß – danke dafür!) ließen wir den Abend also noch mit ein paar kühlen Getränken ausklingen und machten uns alsdann auf eine kleine Weltreise zu unserem Hotel.

Der nächste Tag begann früh. Herr Binner fand eine gute oder besser effiziente Möglichkeit, um uns aus dem Bett zu werfen. Nachdem wir den Katern in unseren Schädeln mit Kaffee und Zigarette den Kampf angesagt hatten und außerdem noch Tommy (Chef des Zeppelinclubs) auf Wiedersehen sagten, bestiegen wir auch wieder unsere Vehicel und starteten noch leicht schwankend gen Rostock.
Viel  zu früh war es, sodass uns der Strand von Warnemünde zunächst lockte und uns einen Urlaubs-artigen Morgen darbrachte. Höhepunkt dieser Phase war, neben kreativem Musik machen und Filme drehen, eindeutig die Bestattung von Binners Socken, welche wir durch unseren jungen Pfadfinder und Feuermacher Diaz in einer Feuerbestattung beerdigten. Allerdings möchten wir uns an dieser Stelle auch beim ortsansässigen Naturschutzbund entschuldigen, denn wir glauben, dass der Geruch der Socken den Badestrand auf Jahre konterminiert hat.
Nach Mittagspizza und gefräßigen Geldautomaten besuchten wir den Bunker, unser Theater für diesen Abend. Auch dieser Auftritt war ein wundervoller und feucht fröhlicher Erfolg. Der Dank gilt hier Ingo und seinem rockigen Team. Bei brechend voller Bude spielten wir auch diesmal über 4 Stunden und mussten sogar zwischenzeitlich mit Stromausfällen auskommen, die aber fachmännisch und schnell behoben wurden. In völligem Delirium schafften wir es dann wieder mal ins Hotel. Wie es den anderen BT am nächsten Morgen ging, kann ich nur vermuten, da ich schon sehr früh gen Hannover starten musste, aber nach meinem Zustand zu urteilen, wäre es sicher gut gewesen, wenn sie bis Mittags geschlafen hätten ;)

Dies war nun also unser (in dieser Formation) erstes und wirklich sau geiles Tour-Wochenende. Wenn es so weiter geht, dann werden wir noch eine Menge irrsinnigen Spaß erleben! In diesem Sinne, ihr lieben, netten Menschen da draußen:
PROST UND BIS BALD!

Felixxx

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